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Mittwoch, 28. September 2016

Death Ship






Deathship
(Death Ship)
mit George Kennedy, Richard Crenna, Nick Mancuso, Sally Ann Howes, Kate Reid, Victoria Burgoyne, Jennifer McKinney, Danny Higham, Saul Rubinek, Murray Cruchley, Doug Smith, Tony Sherwood
Regie: Alvin Rakoff
Drehbuch: John Robbins / Jack Hill
Kamera: Rene Verzier
Musik: Ivor Slaney
ungeprüft
Großbritannien / Kanada / 1980

Eine Gruppe von Schiffbrüchigen stößt auf ein verlassenes Kriegsschiff aus dem zweiten Weltkrieg. An Bord geschehen merkwürdige Dinge. Die Geister der Toten greifen nach den Lebenden. Der kalte Hauch des Todes weht durch das Nazi-Schiff!


Zugegeben, "Death Ship" zählt sicherlich zu den leicht trashigen Vertretern des Gruselfilmes, aber dennoch bietet dieser Vertreter des Genres durchgehend gute-und kurzweilige Unterhaltung, an der man durchaus seine Freude haben kann. Hierbei weiß vor allem die erste Hälfte des Szenarios zu überzeugen, entfaltet sich doch mit der Zeit eine herrlich gruselige Grundstimmung und es baut sich zudem ein als ordentlich zu bezeichnender Spannungsbogen auf. Mit wirklichen Geistern bekommt man es jedoch weniger zu tun, vielmehr ist es das alte Nazi-Schiff an sich, das hier ein mysteriöses Eigenleben entwickelt und dabei Einfluss auf die Schiffbrüchigen nimmt. Insbesondere Kapitän Ashland (George Kennedy) ist sehr anfällig dafür und sieht sich dafür bestimmt, das ehemalige Folterschiff der Nazis am Leben zu erhalten. Schlechte Karten also für die anderen Schiffbrüchigen, denn werden die Motoren eines Schiffes im Normalfall mit Öl geschmiert, so fordert das Geisterschiff Menschenblut, um seine Fahrt fortsetzen zu können.

Nun sollte der Zuschauer jedoch keinerlei großartige Härten erwarten, denn der Film von Alvin Rakoff lebt in erster Linie von der unheimlichen Atmosphäre, wohingegen Blut und explizite Gewaltdarstellungen nicht mit an Bord sind. So sind die diversen Tötungen auch als eher harmlos zu bezeichnen, wodurch man auch die viel zu hohe Alterseinstufung des Werkes überhaupt nicht nachvollziehen kann. Aber auch ohne einen großen Härtegrad bekommt man einen ordentlichen Genre-Vertreter präsentiert, der für viele Leute eventuell ein wenig angestaubt erscheinen mag, aber immer noch weitaus besser anzusehen ist, als mancher Blockbuster aus der heutigen Zeit. 

Zudem verfügt dieser B-Movie auch über einen recht ansprechenden Cast, mit George Kennedy, Nick Mancuso und Richard Crenna sind beispielsweise drei sehr bekannte Gesichter mit dabei, die zudem auch einen ordentlichen Kob abliefern. Sensationelles Schauspiel sollte man zwar nicht unbedingt erwarten, doch die gezeigten Leistungen sind vollkommen ausreichend, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen. Und genau das wird hier geboten, denn trotz einiger Mankos gehört "Death Ship" auf jeden Fall zu den Gruselfilmen, die man sich immer wieder gut anschauen kann.

Letztendlich bekommt man hier kein filmisches Meisterwerk serviert, doch die Geschichte enthält sämtliche Zutaten für ein gepflegtes Grusel-Erlebnis. Ein herrlich düsteres Ambiente, eine nette Geschichte und etliche bedrohliche Momente zeichnen ein Gesamtbild, das sich meiner persönlichen Meinung noch oberhalb des üblichen Durchschnitts ansiedelt. Und auch der leicht trashige Anstrich des Ganzen passt nahezu perfekt in diesen B-Movie, den sich jeder Genre-Fan zumindest einmal anschauen sollte.


Fazit:


Mittlerweile hat "Death Ship" auch schon über drei Jahrzehnte auf dem Buckel, wodurch der Film jedoch rein gar nichts von seinem ganz eigenen Charme eingebüßt hat. Nostalgiker und alle Freunde des gepflegten Gruslers auf hoher See können hier nichts falsch machen und werden mit einem kurzweiligen Film-Erlebnis konfrontiert.


7/10

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