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Dienstag, 20. September 2016

Inferno






Inferno
(Inferno)
mit Jean-Claude Van Damme, Pat Morita, Danny Trejo, Gabrielle Fitzpatrick, Larry Drake, Vincent Schiavelli, David "Shark" Fralick, Silas Weir Mitchell, Jonathan Avildsen, Jaime Pressly, Bill Erwin, Ford Rainey, Kevin West
Regie: John G. Avildsen
Drehbuch: Tom O'Rourke
Kamera: Ross A. Maehl
Musik: Bill Conti
Keine Jugendfreigabe
USA / 1999

Inferno - eine kleine Stadt in der Wüste Nevadas - steckt fest im Klammergriff der Gewalt. Die Ryker-Bande, die einen Falschgeldring betreibt, rivalisiert mit den Ravers, einer brutalen Gang von Drognekurieren. Ausgerechnet hier, in der glühenden Wüstensonne anm Rande der Stadt, bleibt Eddie Lomax mit seiner Harley liegen und macht auf schmerzhafte Art Bekanntschaft mit den Rykers. Er überlebte -und entschließt sich in Inferno zu bleiben. Denn Eddie ist der Meinung, das in dieser Stadt endlich einmal gründlich aufgeräumt werden muss....


Es ist doch manchmal erstaunlich wie sich der eigene Filmgeschmack im Laufe der Jahre verändert, denn "Inferno" stellte damals für mich persönlich eine einzige Enttäuschung dar. Das lag einerseits daran, das der Film im Vergleich mit dem thematisch ähnlich gelagerten "Last Man Standing" aus dem Jahre 1996 nicht konkurrieren konnte und auch für Van Damme Verhältnisse verhältnismäßig wenig Action beinhaltet. Nach einer neuerlichen Sichtung muss ich allerdings gestehen, das es sich hier um ein sehr unterhaltsames Filmchen handelt, das als Gesamtpaket gesehen durchaus überzeugen kann. Van Damme agiert in dieser mit einigem Humor versehenen Geschichte gewohnt lässig und cool, erscheint aber dennoch nicht als der ansonsten eher unbesiegbare Einzelkämpfer, was seine Rolle schon einmal sehr symphatisch macht. Ihm zur Seite stehen einige sehr bekannte Gesichter, so kann man in Nebenrollen beispielsweise Larry Drake (Darkman 2 & 3) oder auch Danny Trejo (Machete) begutachten.

Schauplatz des Geschehens ist das kleine Wüstenkaff "Inferno", das anscheinend irgendwo im Nirgendwo liegt. 2 rivalisierende Gangs terrorisieren die wenigen ehrbaren Einwohner. Grund genug also, damit ein Einzelkämpfer einmal ordentlich aufräumt und wer eignet sich besser dafür als ein damals noch optisch überzeugender Jean-Claude Van Damme. Somit sind dann auch schon die Grundzüge der Story erzählt, die sicherlich nicht gerade inhaltliche Tiefe verraten, aber durchaus für ein ganzzeitig gutes Filmvergnügen sorgen. Insbesondere in atmosphärischer Hinsicht wird der Zuschauer hier bestens bedient, die triste-und karge Wüstenlandschaft hat schon etwas für sich und verbreitet dabei eine schon fast deprimierende Wirkung. In dieser Einöde möchte man noch nicht einmal tot über dem Zaun hängen geschweige denn sein Dasein fristen. Mit einem Mal ist es dann aber vorbei mit der Beschaulichkeit, die bis dahin lediglich durch Schutzgelderpressungen der Gangs durchbrochen wurde und das Leben der wenigen Einwohner ändert sich schlagartig.

Auch wenn "Inferno" actionmäßig nicht gerade einen echten Kracher darstellt, beinhaltet der Film doch einige sehenswerte Passagen, lediglich die Kampfkunst eines J.C Van Damme kommt dabei etwas zu kurz. Dennoch sollten Action-Freaks auf ihre Kosten kommen und ihre Freude am abwechslungsreichen geschehen haben. Auch der streckenweise zum Vorschein kommende Humor passt absolut hervorragend in das gute Gesamtbild, teils witzige Dialoge und skurrile Situationskomik verleihen dem Szenario eine äusserst charmante Note. Auch wenn hier sicherlich nicht einer der besten Filme von Van Damme vorliegt, so ist "Inferno" immer noch weitaus höher anzusiedeln als etliche Spätwerke des belgischen Action-Stars.

Letztendlich handelt es sich um einen sehr soliden Actionfilm, den man sich sehr gut anschauen kann. Der sich durch die thematische Ähnlichkeit aufdringende Vergleich mit "Last Man Standing" kann zwar nicht gewonnen werden, doch immerhin präsentiert sich eine unterhaltsame Geschichte die insbesondere durch eine exzellente Grundstimmung, einige sehenswerte Action-Passagen und eine ordentliche Portion Humor überzeugen kann.


Fazit:


Van Damme hat sicherlich in einigen besseren Actionfilmen mitgespielt, doch "Inferno" ist längst nicht so schlecht, wie einige Kritiken es eventuell vermuten lassen. Eine Sichtung hat der streckenweise sehr amüsante Actionfilm durchaus verdient und für echte Fans des Belgiers ist er sogar absolut unverzichtbar.

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