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Freitag, 14. Oktober 2016

Bahubali - The Beginning






Bahubali - The Beginning
(Baahubali - The Beginning)
mit Prabhas, Rana Daggubati, Anushka Shetty, Tamannaah Bhatia, Ramya Krishnan, Nasser, Sudeep, Tanikella Bharani, Gabriela Bertante, Subbaraya Sarma, Prabhakar, Venkat Vadisetti, Scarlett Mellish Wilson
Regie: S.S. Rajamouli
Drehbuch: S.S. Rajamouli / Vijayendra Prasad
Kamera: Senthil Kumar
Musik: M.M. Keeravani
FSK 16
Indien / 2015

Waisenknabe Shivudu wurde einst unter Lebensgefahr aus dem Königreich Mahishmati heraus geschmuggelt und wächst nun bei einer Pflegefamilie, die am Fuß eines mächtigen Wasserfalls wohnt, zum bärenstarken Jüngling heran. Noch ahnt er nicht, dass er der "Baahubali" ist und die Kraft des Gottes Shiva in ihm wohnt, doch das ändert sich, als er den Wasserfall erklimmt und auf die schöne Rebellin Avanthika trifft. Die und ihre Mitstreiter bekämpfen den Gewaltherrscher Bhallaladeva. Der wiederum steht in ganz besonderer Beziehung zu Shivudu.


Denkt man an den indischen Film, so dürften einem zuerst wohl die unzähligen Bollywood Produktionen einfallen, die sich ja immerhin einer nicht gerade kleinen Schar an Liebhabern erfreuen dürfen. Mit "Bahubali - The Beginning" kommt nun aber der erste Teil einer zweiteiligen Saga zu uns, der eine gelungene Kombination aus den Genres Fantasy, Action und Abenteuerfilm darstellt. Dabei handelt es sich um einen streckenweise recht pompös ausgestatteten Beitrag, der insbesondere in visueller Hinsicht ein Fest für die Augen ist. Das merkt man schon nach wenigen Minuten, wenn man mit der imposanten Ansicht riesiger Wasserfälle konfrontiert wird und an dieser Stelle kann man sich schon denken, das die Geschichte auch in der Folge mit etlichen grandiosen Bildern aufwarten wird. Und so entfaltet sich dann in der Folge auch ein sehr farbenprächtiges Spektakel, in dem es auch in Sachen Action phasenweise recht ordentlich zur Sache geht.

Zunächst einmal bekommt der Zuschauer aber eine ausführliche Einführung in das Ganze serviert, wobei man an der ein oder anderen Stelle aber durchaus einige Minuten hätte einsparen können. Das ist allerdings nur meine rein subjektive Sichtweise, denn auf diverse Einstellungen hätte ich gut und gern verzichten können. Leider ist es nämlich so, das man auch bei diesem ansonsten großartig inszenierten Blockbuster nicht gänzlich auf den gewöhnungsbedürftigen Bollywood Touch verzichten konnte. Man sollte sich also definitiv darauf einrichten, das an mehreren Stellen auch kleinere Tanz-und Gesangseinlagen auf einen zukommen, die für uns Europäer nicht so leicht zu verdauen sind. Das schmälert den ansonsten sehr guten Gesamteindruck allerdings nur unerheblich, denn in seiner Gesamtheit ist "Buhabali - The Beginning" ein absolut sehenswerter Beitrag, der im Prinzip sämtliche Zutaten beinhaltet, die eine Geschichte dieser Art benötigt. Und so bekommt man dann auch neben strahlenden Helden die üblichen bösen Buben zu Gesicht und wild kämpfende Amazonen sind ebenso mit von der Partie wie eine ordentliche Portion Helden Pathos, die hier keinesfalls fehlen darf.

Wie nicht anders zu erwarten wurde den Abläufen auch noch ein wenig Kitsch und die fast schon obligatorischen Übertreibungen beigemengt. So ist der strahlende Held selbstverständlich mit übermenschlichen Kräften ausgestattet und bewältigt so die unglaublichsten Situationen. Logik ist also nicht die Stärke dieses Werkes, das das dafür allerdings in Sachen Kurzweil und Unterhaltung auf einem äußerst hohen Level angesiedelt ist. Da nimmt man dann auch gern das manchmal theatralisch angehauchte Schauspiel der Akteure in Kauf, wobei an diversen Stellen schon ein gewisses Overacting zu erkennen ist. Das macht aber rein gar nichts, denn irgendwie passt das ganz hervorragend in das Gesamtbild der Abläufe.

Letztendlich ist es wie immer reine Geschmackssache, aber wer pompöse Abenteuerfilme mit Fantasy Einschlag und gelungenen Action Passagen zu schätzen weiß, der wird hier ordentlich bedient. Und so dürfte "Bahubali - The Beginning" ohne Weiteres eine Empfehlung wert sein, auch wenn der Film mit einer Laufzeit von über 130 Minuten ein klein wenig zu lang erscheint. Dieser Eindruck bezieht sich allerdings nur auf die schon angesprochenen Momente, in denen der Regisseur gewisse Bollywood Elemente einbauen musste, auf die man gut und gern hätte verzichten können. 


Fazit:


Mit kleinen Abstrichen handelt es sich um einen absolut sehenswerten Beitrag, der seine größten Stärken ganz eindeutig in seinen teils bombastischen Bildern beinhaltet. Wer also auch mit etwas Kitsch und phasenweise maßlosen Übertreibungen klar kommt, kann an dieser Stelle ohne Bedenken zugreifen und wird mit einer tollen indischen Produktion belohnt.


7,5/10

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