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Sonntag, 30. Oktober 2016

The Stranger






The Stranger
(The Stranger)
mit Cristobal Tapia Montt, Lorenza Izzo, Luis Gnecco, Ariel Levy, Nicolás Durán, Alessandra Guerzoni, Aaron Burns, Pablo Vila, Sally Rose, John Allan, Eric Kleinsteuber, Nicolás Platovsky, Tessie Spoljaric-Woodgate
Regie: Guillermo Amoedo
Drehbuch: Guillermo Amoedo
Kamera: Chechu Graf
Musik: Manuel Riveiro
keine Jugendfreigabe
Chile / 2014

Martin, ein mysteriöser Fremder, kommt in eine Kleinstadt. Er ist auf der Suche nach seiner Frau. Er will sie finden und töten, denn sie leidet unter einer sehr gefährlichen und hoch ansteckenden Krankheit. Martin findet heraus, dass seine Frau schon vor Jahren gestorben ist. Kurz darauf wird er von drei lokalen Kleingangstern brutal attackiert. Schwer verletzt kommt er bei einer Familie unter. Doch was er nicht ahnen kann - auch er ist infiziert und löst durch sein Blut eine grauenhafte Epidemie in der Stadt aus.


Und wieder einmal bekommt man einen Film serviert, auf dessen Blu-ray Cover mit dem Namen Eli Roth geworben wird, was ja vor nicht allzu langer Zeit schon bei "Clown" für einige Verwirrung bei so manchem Käufer gesorgt hat. Wie auch dort tritt Roth aber lediglich als Produzent für diese chilenische Produktion in Erscheinung, die unter der Regie von Guillermo Amoedo entstanden ist. Die Erzählung ist schwerlich einem bestimmten Genre zuzuordnen, denn während die Thematik sich eigentlich auf Vampirismus bezieht, tendiert das Szenario vielmehr zu einer düsteren Mischung aus Thriller und Drama, als das man es mit einem echten Horrorfilm zu tun bekommen würde. Was man dem Ganzen zu gute halten muss ist definitiv die größtenteils düstere Optik des Filmes, die gleichzeitig auch eine recht dichte Grundstimmung entstehen lässt.

In allen anderen Punkten ist "The Stranger" dann wohl aber die absolute Geschmackssache, denn ganz sicher werden die hier geschilderten Ereignisse nicht jedem gefallen. Das liegt in erster Linie in der Tatsache begründet, das Amoedo sich ganz offensichtlich zu keiner Zeit wirklich entscheiden kann, in welche Richtung seine Geschichte letztendlich tendieren soll. diese Unentschlossenheit merkt man dem Szenario dann auch fast durchgehend an, zudem beeinflusst dieser Aspekt auch ziemlich oft den Erzählfluss, der so manches Mal ein wenig ins Stocken gerät.

So erscheinen die Abläufe dann auch phasenweise etwas zäh, außerdem ist das Werk auch nicht unbedingt mit viel Action ausgestattet, so das echte Kurzweil eher weniger anzutreffen ist. In manchen Passagen gestaltet es sich dann auch ein wenig mühsam das Interesse am Geschehen aufrecht zu erhalten und auch die immer wieder eingestreuten Rückblenden tragen nicht unbedingt dazu bei, den Unterhaltungswert dieses Werkes sonderlich ansteigen zu lassen. Am wenigsten nachvollziehbar ist jedoch der Punkt, das man "The Stranger" mit einer 18er Freigabe ausgestattet hat, denn dieser Umstand wird so manch einen wieder einmal mit völlig falschen Erwartungen an eine Story heran gehen lassen, die sich doch bis auf dezente Ausnahmen fast völlig blutleer und ohne nennenswerte Härte präsentiert. 

Und so kann man letztendlich kein gänzlich überzeugendes Zeugnis ausstellen, da "The Stranger" weder als Thriller, noch als Drama und schon gar nicht als Horrorfilm richtig funktioniert. Ansätze aller drei Genres sind zwar durchaus vorhanden, wobei sich jedoch am Ende keines dieser Elemente so richtig heraus kristallisieren kann. Es fehlt einfach an der nötigen Konsequenz und so verläuft leider Vieles im Sande, was man meiner persönlichen Meinung nach auf jeden Fall hätte verhindern können. Im Endeffekt bleibt dann lediglich ein Film im normalen Durchschnittsbereich über, den man sich zwar ohne Weiteres einmal anschauen kann, der aber wohl kaum einen nachhaltigen Eindruck im Gedächtnis des Zuschauers hinterlassen wird.


Fazit:


Mit ein wenig mehr Entschlossenheit und der damit verbundenen Konsequenz hätte Guillermo Amoedo hier einen richtig gelungenen Film präsentieren können. Bis auf die richtig gute Grundstimmung des Szenarios bleibt jedoch nichts im Gedächtnis hängen, so das man an dieser Stelle leider nur zu einer einmaligen Sichtung raten kann.


5/10

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