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Dienstag, 15. November 2016

Killer Ink.






Killer Ink - Dein erstes Tattoo wirst Du nie vergessen
(Parlor)
mit Robert LaSardo, Jordan James Smith, Sara Fabel, Anthony Del Negro, Tiffany DeMarco, Joey Fisher, Beth Humphreys, Claire Garvey, Ben Whalen, Gabija Urnieziute, Andrew Pagana, Gracie Finlan, Nik Goldman
Regie: Devon Downs / Kenny Gage
Drehbuch: Devon Downs / Kenny Gage
Kamera: Edd Lukas
Musik: keine Informationen
keine Jugendfreigabe
Australien / 2015

Fünf Freunde reisen nach Vilnius, um dort zu feiern und zu saufen. Auf einer Party treffen sie auf Tattoo-Stecherin Uta, die so von ihrem Boss schwärmt, dass die Freunde in seinem Salon vorbeischauen. Von dem, was sie dort Düsteres erwartet, ahnen sie leider nichts. Denn der Anarchy Parlor ist ein ganz besonderes Studio und der Künstler dort geht sehr dunklen Praktiken nach, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden.


"Hostel 2.0 - Ein skrupelloser Folterfilm" (Filmchecker)


Diese Schlagzeile auf dem Cover der deutschen Blu-ray weckt fast selbstverständlich gewisse Erwartungen beim Zuschauer, zudem wurde das Regie Debüt des Regie Duos Devon Downs und Kenny Gage auch schon im Vorfeld als neuer Skandalfilm heiß diskutiert. So durfte man also als Genre Liebhaber sehr gespannt sein auf das Ergebnis dieses australischen Beitrages, der dem Sub Genre des Torture Filmes zwar nicht unbedingt viel Innovatives beifügt, aber sehr wohl ein stellenweise recht hartes und fieses Szenario anbietet. Der Vergleich mit Eli Roths "Hostel" ist auch gar nicht einmal so weit her geholt, denn zumindest in mehreren Passagen lassen sich doch unübersehbare Ähnlichkeiten keinesfalls verleugnen. Fast selbstredend dient dabei einmal mehr der osteuropäische Raum als Schauplatz, denn dieses Mal hat es einige Teenager nach Litauen verschlagen, wo sie in einen Strudel von Brutalität und Härte hinein gezogen werden, aus dem es ganz offensichtlich kein Entkommen gibt.

Dabei beginnt die Geschichte absolut typisch mit den handelsüblichen Party Aktivitäten der jungen Leute, wobei die Beginn vorherrschende und sehr ausgelassene Stimmung sich verhältnismäßig schnell in das blanke Entsetzen verwandelt. Zunächst einmal gilt das allerdings lediglich für zwei Mitglieder der Gruppe, die sich den Besuch in einem obskuren Tattoo Studio sicherlich anders vorgestellt hätten. Im weiteren Verlauf der Geschichte werden jedoch sämtliche Akteure in die Abläufe verstrickt und man kann sich ohne Weiteres denken, das nicht jeder die bevor stehenden Torturen überleben wird. Downs und Gage mangelt es eventuell ein wenig an neuen Ideen, aber ihre Geschichte bietet definitiv genau das, was man im Prinzip von einem Film dieser Art erwartet. Stellenweise wirklich harte Passagen, eine schmierige und unheilvolle Atmosphäre, sowie eine gelungene Wendung am Ende ergeben dabei ein sehr stimmiges Gesamtbild und vor allem die Freunde der etwas härteren Gangart dürften phasenweise durchaus auf ihre Kosten kommen.

Sicherlich ist der Ablauf der Ereignisse nicht sonderlich schwer vorher zu sehen, doch ein kleiner Plot Twist im Finale beschert dem Betrachter dann doch noch einen kleinen Überraschungsmoment, den man in dieser Form nicht unbedingt vorher sehen konnte. Wie dem auch sei, es geht hier phasenweise ordentlich zur Sache und dennoch sprengt man keinesfalls einen gewissen Rahmen. So ist "Killer Ink." dann auch keinesfalls ein vor Blut triefendes Gemetzel, vielmehr sind die entsprechenden Passagen gut über die Laufzeit verteilt.

Gerade zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal ordentlich an Fahrt auf, denn der Großteil des visuellen Härtegrades ist im letzten Drittel zu begutachten. Wie auch immer, auf jeden Fall hat mich dieses Werk wirklich positiv überrascht und man sollte sich diesen kleinen, aber äußerst feinen Leckerbissen aus Down Under auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen. Downs und Gage haben die altbewährten Zutaten äußerst gut vermischt, so das sich ein stimmiges und überzeugendes Gesamtbild ergibt. Liebhaber dieser Filmart sollten also definitiv auf ihre Kosten kommen und man kann ohne Weiteres eine dicke Empfehlung aussprechen.


Fazit:


Im Tattoo Studio "Parlor" sollte man sich lieber nicht tätowieren lassen, denn es könnte sich um einen im wahrsten Sinne des Wortes einmaligen Besuch handeln. Auf jeden Fall aber ist "Killer Ink." ein fieser und dreckiger Torture Beitrag, der den geneigten Fan überzeugen dürfte.

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