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Samstag, 31. Dezember 2016

Running Girl






Running Girl
(Fugitive at 17)
mit Marie Avgeropoulos, Christina Cox, Casper Van Dien, Danny Blanco Hall, Daniel Rindress-Kay, Frank Schorpion, Allison Graham, Rosemary Dunsmore, Dylan Van Wylick, Cindel Chartrand, Sophie Gendron, Daniel Simpson
Regie: Jim Donovan
Drehbuch: David DeCrane / Douglas Howell
Kamera: Bill St. John
Musik: Richard Bowers
FSK 12
USA / 2012

Holly ist ein sehr unabhängiger Teenager, die ihre Talente als Hacker nutzt, um geliebten Menschen gutes zu tun. So hackt sie sich in das System der Krankenkasse, so dass ihrer kranken Großmutter die dringend notwendige Operation bezahlt wird. Bei einer Party stirbt ihre beste Freundin an einer Überdosis K.O.-Tropfen und der Täter macht die vorbestrafte Holly dafür verantwortlich. Sie wird verhaftet, kann aber kurz darauf fliehen. Holly ermittelt auf eigene Faust, um den Täter zu fassen und ihre Unschuld zu beweisen.


Es müssen nicht immer die spektakulären und hoch budgetierten Blockbuster sein, um den Zuschauer mit kurzweiliger Unterhaltung zu versorgen. Manchmal reicht ein für das TV produzierter Thriller vollkommen aus und mit dem vorliegenden "Running Girl" von Jim Donovan liegt ein solcher Fall vor. Zugegebenermaßen merkt man dem Werk das offensichtlich niedrige Budget an, was allerdings überhaupt nichts daran ändert, das man mit einer gut und spannend erzählten Geschichte konfrontiert wird. In der Hauptrolle ist die junge Marie Avgeropoulos (The 100) zu sehen und damit ist dann auch sogleich die größte Stärke dieser Produktion beim Namen genannt. Die gute Holly sammelt nämlich von Beginn an jede Menge Sympathiewerte, denn auch wenn das Mädchen so einige Male gewisse Gesetze außer acht lässt, tut sie dies doch lediglich damit es den ihr wichtigen Menschen gut geht. 

Dennoch gerät sie durch widrige Umstände unter Mordverdacht und da ihr die Cops keinen Glauben schenken, macht Holly sich allein auf die Suche nach dem Schuldigen. Während der Abläufe treten ab und zu diverse nicht ganz logisch erscheinende Momente auf den Plan, denn aufgrund der spärlich gesäten Anhaltspunkte über den wahren Täter scheint es nicht zwingend logisch, das die Täterin auf seine Spur kommt. Wie dem aber auch sei, das Ganze wurde durchaus interessant in Szene gesetzt und ehrlich gesagt fiebert man sogar ein wenig mit der sympathischen Holly mit, damit sie am Ende ihre Unschuld auch beweisen kann. Der Übeltäter wird übrigens von "Starship Trooper" Casper Van Dien gespielt, der in seiner Rolle einen wahrhaft schmierigen Eindruck hinterlässt und somit nicht gerade hoch in der Gunst des Zuschauers steht.

Der deutsche Filmtitel "Running Girl" impliziert einem in Verbindung mit der Inhaltsangabe womöglich ein gesteigertes Tempo in der Erzählstruktur, dabei gestalten sich die Geschehnisse gar nicht einmal so temporeich. Bis auf einige Ausnahmen fährt die Erzählung nämlich eher in etwas ruhigerem Fahrwasser, aber dennoch lässt sich durchaus eine gewisse Intensität feststellen, die das Ganze sehr stimmig erscheinen lässt. Sonderliche Höhepunkte sollte man aber keinesfalls erwarten, doch insgesamt gesehen bewegt sich das Szenario auf einem gleichbleibend gutem Niveau.

Im Endeffekt kann man "Running Girl" definitiv als eine gelungene TV-Produktion bezeichnen, die man sich sehr gut anschauen kann. Natürlich sollte man keine Wunderdinge erwarten, doch gibt es ganz bestimmt weitaus höher budgetierte Filme gleicher Machart, die nicht annähernd so gut und kurzweilig unterhalten können. Eine gute Story, mehrere spannende Momente und eine toll agierend Hauptdarstellerin sorgen für TV Kost auf gehobenem Niveau, die man ohne bedenken weiter empfehlen kann.


Fazit:


"Running Girl" versteht es von Anfang bis zum Ende sehr gut, den Betrachter kurzweilig zu unterhalten. Mehr kann und sollte man nicht von einer TV Produktion erwarten, die zudem noch recht offensichtlich mit ziemlich wenig Geld auf die Beine gestellt wurde. Mir hat der Film jedenfalls gut gefallen, so das ich auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen kann.


7/10

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