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Mittwoch, 21. Dezember 2016

The Devil You Know






The Devil You Know
(The Devil You Know)
mit Rosamund Pike, Lena Olin, Dean Winters, Molly Price, Bern Cohen, Barbara Garrick, Jennifer Lawrence, Stephen Gevedon, Matthew Faber, Alan Coates, Paul Navarra, Michael Pemberton, Kit Flanagan, Annika Peterson
Regie: James Oakley
Drehbuch: Alex Michaelides
Kamera: Kenny Brown
Musik: Mark Sayfritz
FSK 12
USA / 2013

Zoe müht sich, ihre Schauspiel-Karriere in Gang zu bringen. Dabei kämpft sie mit dem langen Schatten ihrer zurückgezogen lebenden Mutter Kathryn, die selbst eine Filmlegende war. Zoes Karriere entgleist völlig, nachdem Kathryn ein Comeback angekündigt hat. Doch nach dieser Ankündigung erhält Kathryn anonyme Drohungen und Erpresserbriefe. Hat es mit ihrer Vergangenheit zu tun, oder kommen die Drohungen aus der eigenen Familie.


Wenn ein Film erst drei Jahre nach seinem Erscheinen eine DVD-und Blu-ray Veröffentlichung erhält, dann ahnt man durchaus das sich im Vorfeld kein Label gefunden hat, um das entsprechende Werk zu verwerten. In der Regel offenbart sich dann ein maximal durchschnittliches Filmvergnügen und genau in diese Kategorie ist auch das vorliegende Regie Debüt von James Oakley einzuordnen. Dabei erzählt der gute Mann eine Geschichte, die durchaus genügend Potential für einen gelungenen Thriller beinhaltet, allerdings fehlt es ganz offensichtlich am nötigen Feingefühl, um die Story auch spannend umzusetzen. In erster Linie kränkelt das Werk an seiner Unentschlossenheit, denn während der gesamten Laufzeit von gerade einmal 75 Minuten ist keine eindeutige Richtung zu erkennen, in die das Geschehen letztendlich tendiert.

"The Devil You Know" möchte gern ein Thriller sein, zeigt aber in der Summe hauptsächlich einen immer stärker anschwellenden Konflikt zwischen Mutter und Tochter, wobei selbst dieser Aspekt der Erzählung zu keiner Zeit die nötige Tiefe erkennen lässt. Insbesondere in der ersten Hälfte plätschern die Ereignisse eher belanglos vor sich hin und auch das gezeigte Schauspiel von Lena Olin und Rosamund Pike trägt nicht sonderlich dazu bei, den äußerst mäßigen Eindruck des Zuschauers aufzuwerten. Erst mit zunehmender Laufzeit lassen sich dann zarte Elemente des Thrillers erkennen, wer an dieser Stelle jedoch auf Hochspannung und eine knisternde Grundstimmung hoffen sollte, wird am Ende eine recht bittere Enttäuschung erleben.

So kann man dann auch keinerlei Höhepunkte ausmachen, zudem erscheint einem das Ganze irgendwie unvollständig, da Oakley immer wieder diverse Ansätze in den Raum wirft, die aber allesamt völlig im Sand verlaufen. Erschwerend kommt hinzu, das trotz der relativ kurzen Spielzeit etliche Längen auftreten, so das die Abläufe stellenweise richtig zähflüssig daher kommen und für dezente Ermüdungserscheinungen sorgen können. Das hätte man sicherlich verhindern können, denn die Ausgangslage des Szenarios klingt doch recht vielversprechend. Leider wurde es aber vollkommen versäumt, einige gute Ansätze auch konsequent heraus zu arbeiten, so das letztendlich die ganze Chose unausgegoren und nicht unbedingt stimmig erscheint.

Könnte man sich letztendlich zumindest an hervorragendem Schauspiel selbst entschädigen dann wäre das noch in Ordnung, aber die beiden Hauptdarstellerinnen hat man schon in weitaus besseren Rollen zu Gesicht bekommen. Im Vorliegenden Fall passen sie sich allerdings nahtlos der langatmigen Szenerie an und wirken außerdem weder ausdrucksstark noch überzeugend. Am Ende bleibt dann lediglich der misslungene Versuch eines Thrillers übrig, der weder nachhaltig im Gedächtnis hängen bleibt, noch sonderlich empfehlenswert erscheint.


Fazit:


"The Devil You Know" fällt definitiv in die Sparte der vergebenen Chancen, denn aus dem vorhandenen Stoff hätte mit dem richtigen Regisseur ganz bestimmt ein starker Film werden können. James Oakley lässt aber im Prinzip fast alles vermissen was dieses Genre ausmacht und präsentiert im Endeffekt eine Story, die weder Fisch noch Fleisch ist.


4/10

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