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Mittwoch, 4. Januar 2017

Der eiserne Ritter von Halworth






Als Sohn eines in Ungnade gefallenen Ritters wächst Myles Falworth zusammen mit seiner Schwester auf einem Bauernhof versteckt auf. Seine wahre Herkunft kennt er nicht, doch ist es sein Bestreben diese in Erfahrung zu bringen. Wegen seiner Tapferkeit wird er für das königliche Heer rekrutiert mit der Hoffnung, dass er England vor den bösen Intrigen des Grafen von Albans rettet. Während seiner Ausbildung verliebt er sich in die schöne Lady Anne. Doch kann er ihr Herz für sich gewinnen und England befreien?


Es ist immer wieder eine wahre Freude, sich diese alten Ritterfilme anzuschauen, die einem ein farbenfrohes und actionreiches Spektakel bieten. Auch der vorliegende Film macht da keine Ausnahme, denn allein schon die kräftigen Farben sind ein optischer Leckerbissen. Tolle Kullissen, herrliche Kostüme und jede Menge Action tun ihr Übriges, um dem Zuschauer hier einen äusserst gelungenen Film zu präsentieren, der ganz nebenbei auch noch eine ordentliche Portion Humor beinhaltet. Die Hauptrolle spielt der hier noch sehr junge Tony Curtis, der in der Rolle des Myles Falworth eine absolute Augenweide ist, denn seine Darstellung des leicht jähzornigen Jungspunds wirkt so glaubhaft und authentisch, das man wirklich das Gefühl vermittelt bekommt, er würde sich selbst spielen. Dabei verleiht er dem dargestellten Charakter so viel Charme und Ausstrahlung, das es einfach nur Spaß macht, ihm bei der Arbeit zuzusehen.

Was bei diesem Ritterfilm besonders hervorsticht, ist der vorhandene Humor, der vorzüglich in die hier erzählte Geschichte passt und ihn etwas von anderen Filmen dieser Art abhebt, denn mir fällt auf Anhieb kein ähnlicher Film ein, der eine so faszinierende und absolut spannend gestaltete Story erzählt, aber dazu noch über köstliche Situationskomik verfügt, die jederzeit passend und nie kitschig oder übertrieben wirkt. Hierbei stechen ganz besonders die Gefühlsausbrüche des jungen Myles heraus, der seinen Jähzorn nur schwerlich unter Kontrolle halten kann. So kommt es im Laufe des Films zu einigen wirklich lustigen Passagen, die dem Geschehen seinen ganz eigenen Charme verleihen.

Doch nicht nur in humoristischer Sicht wird man bestens bedient, auch ansonsten bietet "Der eiserne Ritter von Falworth eigentlich alles, was Filme dieser Art so sehenswert macht. So wird der Zuschauer mit etlichen Kampfszenen verwöhnt, die hervorragend in Szene gesetzt wurden und auch die Liebe darf natürlich nicht fehlen, wobei man anmerken sollte, das die emotionale Seite des Films zu keiner Zeit zu sehr in den Vordergrund gerückt wird, so das das Szenario keineswegs kitschig oder überzogen wirkt.

Insgesamt gesehen kann man hier von einem wirklich rundum gelungenem Ritterfilm sprechen, dessen spannende Geschichte um Stolz, Verrat und Liebe alles beinhaltet, um für einen kurzweiligen Filmgenuss zu garantieren. Hinzu kommt ein fantastischer Tony Curtis, der diesem Werk durch seine grandiose Darstellung ganz unweigerlich seinen persönlichen Stempel aufdrückt. Ein farbenfrohes Ritter-Spektakel, das sich jederzeit auch mit anderen Genre-Vertretern, die vielleicht sogar bekannter sind messen kann und einen Vergleich nicht zu scheuen braucht. Man sollte der Firma New KSM seinen Dank aussprechen, das sie diesen herrlichen Filmklassiker auf DVD herausgebracht haben, denn bei diesem Werk wird der Begriff Kurzweil sehr groß geschrieben und man wird prächtig unterhalten.


Fazit:


"Der eiserne Ritter von Falworth" zählt eventuell nicht unbedingt zu den bekanntesten Filmen seiner Art, ist aber qualitätsmäßig ganz sicher zu den besten zu zählen. Der Film beinhaltet einfach alles, um einem ein richtiges Abenteuer-Feeling zu vermitteln und besticht in erster Linie durch seine großartigen Darsteller und eine tolle Story. Freunde von Ritterfilmen sollten sich diese Perle keinesfalls entgehen lassen, denn ansonsten verpasst man ein echtes Film-Highlight.


7/10

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