Follower

Donnerstag, 12. Januar 2017

The Jerico Projekt - Im Kopf des Killers






Das Jerico Projekt - Im Kopf des Killers
(Criminal)
mit Kevin Costner, Gary Oldman, Tommy Lee Jones, Ryan Reynolds, Jordi Mollà, Gal Gadot, Michael Pitt, Amaury Nolasco, Alice Eve, Antje Traue, Scott Adkins, Lara Decaro, Freddy Bosche, Emmanuel Imani
Regie: Ariel Vromen
Drehbuch: Douglas Cook / David Weisberg
Kamera: Dana Gonzales
Musik: Keith Power / Brian Tyler
FSK 16
Großbritannien / USA / 2016

Einen Großteil seines Lebens hat Jericho, der wegen eines Gehirnschadens brutal und emotionslos agiert, hinter Gittern verbracht. Jetzt wird er gezwungen, der Welt zu helfen, die durch eine destruktive Software ins Chaos stürzen könnte. Nur CIA-Agent Pope kannte das Versteck von Jan Stroop, der die Software entwickelte. Nach Popes Ermordung werden seine neuronalen Muster in einem experimentellen Verfahren auf Jericho übertragen. Fortan kämpft Jericho mit Stroops skrupellosem Auftraggeber, aber auch mit Popes berührenden Erinnerungen.


Die ganz großen Zeiten des ehemaligen Superstars Kevin Costner sind längst vorbei und in letzter Zeit ist es ziemlich ruhig um den einst sehr erfolgreichen Darsteller geworden. Seine Performance im vorliegendem Film "The Jerico Projekt - Im Kopf des Killers" zeigt jedoch sehr eindrucksvoll, das der Mime immer noch nichts von seinem großen Talent verloren hat. Und so zählt seine Leistung zu einem der Höhepunkte in einem Werk, das rein inhaltlich jenseits jeglicher Realität angesiedelt ist, denn schon aufgrund der Inhaltsangabe sollte man feststellen können, das die Story doch äußerst hanebüchen und völlig an den Haaren herbei gezogen ist. Wenn man jedoch nicht unbedingt hohen Wert auf Logik und Glaubwürdigkeit legt, dann präsentiert sich auf jeden Fall eine sehr spannende Story, die durchgehend wirklich gute und kurzweilige Unterhaltung anbietet.

So hat der israelische Regisseur Ariel Vromen sein Szenario mit einem ordentlichen Tempo ausgestattet und lässt auch in der ein oder anderen Passage das Herz des Action Fans merklich in die Höhe schnellen. Gleichzeitig treten aber auch in regelmäßigen Abständen etwas ruhigere Momente auf, die sich vor allem in der Phase des Filmes bemerkbar machen, in denen Costner die Familie des toten Agenten kennen lernt, dessen Gedanken in seinen Kopf übertragen wurden. In dieser Phase erinnert das Ganze dann auch ein wenig an die berühmte Jekyll und Hyde Thematik, die allerdings im Nachhinein betrachtet die ganze Zeit über vorliegt. Ist der gute Costner zu Beginn noch in der Rolle des eiskalten Soziopathen eine echte Augenweide, so verwandelt er sich doch durch die fremden Erinnerungen immer mehr zu einem zumindest teilweise emotionalen Menschen.

An diesen Stellen kann der Mime dann auch sein gesamtes schauspielerisches Können an den Mann bringen, wobei seine Darstellung im Prinzip durch die Bank als hervorragend zu bewerten ist. Ihm zur Seite stehen mit Leuten wie Ryan Reynolds, Gary Oldman, oder auch Tommy Lee Jones weitere bekannte Gesichter zur Seite, aber durch die Omnipräsenz eines Kevin Costner kommt keiner der Herren über den Status einer Nebenrolle hinaus, was übrigens auf den gesamten Cast umgemünzt werden kann. Die komplette Geschichte wurde nämlich völlig auf die Hauptfigur zugeschnitten, die dann auch neben den gelungenen Action Passagen das absolute Highlight dieser Produktion darstellt. 

Man sollte sich also keinesfalls von der nur allzu oft fehlenden Logik der Abläufe irritieren lassen, sondern vielmehr das größtenteils temporeiche und spannende Szenario einfach nur genießen. Dann kommt man nämlich jederzeit voll auf seine Kosten und kann sich insbesondere an einem extrem gut aufgelegten und sehr spielfreudigen Kevin Costner erfreuen, der hier endlich einmal wieder vollkommen überzeugen kann.


Fazit:


Zwar ist "The Jerico Projekt - Im Kopf des Killers" rein inhaltlich ziemlich abwegig, dennoch bietet das Werk beste und äußerst kurzweilige Unterhaltung. Bis auf die fehlende Logik bietet diese Produktion nämlich sämtliche Zutaten für ein spannendes Filmerlebnis, so das man sich den Film zumindest einmal anschauen sollte.


7/10

Keine Kommentare: