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Donnerstag, 9. März 2017

Caged to Kill






Caged to Kill
(Riot)
mit Matthew Reese, Dolph Lundgren, Danielle Chuchran, Chuck Liddell, Michael Flynn, Renny Grames, Eve Mauro, Melanie Stone, Michaela McAllister, Amy Sturdivant, D.L. Walker, Andrew Troy, Paris Warner, Nikita Bogolyubov
Regie: John Lyde
Drehbuch: John Lyde / Spanky Dustin Ward
Kamera: Airk Thaughbaer
Musik: James Schafer
keine Jugendfreigabe
USA / 2015

Polizist Jack Stone organisiert einen Banküberfall, um ganz bewusst erwischt und ins Gefängnis gesteckt zu werden. Dort sitzt nämlich Balam, führender Kopf der Russenmafia, ein gefürchteter Drogenbaron, der die Kontrolle über die Stadt und die Polizei ausübt. Balam lebt nur zur Tarnung im Gefängnis, in einer eigens für ihn gebauten aufwändigen ''Zelle'', zu der die offiziellen Wärter keinen Zutritt haben. Er wird von seinen eigenen Leuten beschützt. Jack will zu Balam, um Rache für den grausamen Tod seiner Familie zu nehmen. Balam ist hart doch Jack ist härter.


Filme die im Gefängnis spielen haben schon von jeher einen besonderen Reiz ausgeübt. Handelt es sich doch in der Regel entweder um zumeist gut inszenierte Dramen, oder wie im vorliegenden Fall um einen durchaus sehenswerten B-Actioner, in dem es streckenweise gut zur Sache geht. Im Prinzip verfolgt Regisseur John Lyde eine handelsübliche Rache-Story, in der Jack Stone den feigen Mord an seiner Ehefrau rächen will. Dabei begibt sich die Hauptfigur allerdings in große Gefahr, denn immerhin sitzt sein Gegner Balam im Gefängnis und hat dort alles unter seiner Kontrolle. Man kann sich denken, das Jack eine ganze Menge auf sich nehmen muss, um überhaupt in die Nähe des Bosses der Russen-Mafia zu gelangen und so entwickelt sich auch ein phasenweise actionreicher B-Movie, der absolut glänzend unterhalten kann.

Mit von der Partie ist hier auch die alternde Action-Ikone Dolph Lundgren, der zwar auf der einen Seite lediglich eine Nebenrolle einnimmt, diese aber andererseits wirklich gut und überzeugend ausfüllt. Das Hauptaugenmerk des Zuschauers ist jedoch vielmehr auf Hauptdarsteller Matthew Reese gerichtet, der anscheinend viel Spaß an seiner Rolle hat und durch eine spielfreudige Performance auf sich aufmerksam macht. Die beiden Akteure ergänzen sich richtig gut und beweisen dies auch in mehreren körperlichen Auseinandersetzungen, bei denen es richtig gut zur Sache geht.

Nun bietet "Caged to Kill" sicherlich nicht viel an innovativen Zutaten, doch ehrlich gesagt erwartet man das bei einem Film dieser Machart auch nicht zwingend. Inhaltlich gibt es eine handelsübliche, aber durchaus interessante Story und ansonsten wird man durch die oft zum Vorschein kommenden Action Einlagen kurzweilig unterhalten. Gleichzeitig wird auch oberflächlich die Thematik von Korruption ein wenig gestreift, denn während der Laufzeit geben sich diverse Personen zu erkennen, die ganz augenscheinlich zum Dunstkreis der Mafia gehören. Man sieht also, das diese Produktion sämtliche notwendigen Zutaten beinhaltet, die John Lyde zu einem guten Gesamtpaket geschnürt hat, an dem der geneigte Fan auf jeden Fall seine Freude haben dürfte. Gab es gerade in der letzten Zeit doch so einigen Schund aus dem B-Movie Sektor zu begutachten, so liegt mit "Caged to Kill" endlich einmal wieder ein überzeugender Vertreter vor, der größtenteils an die unzähligen Vertreter aus den 80er Jahren erinnert.

Letztendlich kann man an dieser Stelle bedenkenlos zugreifen, denn dieser Film macht wirklich Laune. Gut aufgelegte Darsteller, nette Kampfeinlagen und eine überraschend interessante Geschichte dürften Anreiz genug dafür sein, zumindest einmal einen Blick zu riskieren, denn den wird man als Action-Liebhaber auf gar keinen Fall bereuen. Ich fühlte mich jedenfalls bestens unterhalten und kann aus diesem Grund eine dicke Empfehlung an all jene aussprechen, die einen sehenswerten B-Actioner zu schätzen wissen.


Fazit:


Es muss nicht immer das ganz große Kino sein, denn manchmal reicht auch schon ein ganz simpel gestrickter Actionfilm um für erstklassige Unterhaltung zu sorgen. Hier kommt man voll auf seine Kosten, denn Langeweile kommt bei "Caged to Kill" erst gar nicht auf.


7/10

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