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Samstag, 25. März 2017

Southbound - Highway to Hell







Southbound - Highway to Hell
(Southbound)
mit Chad Villella, Matt Bettinelli-Olpin, Kristina Pesic, Fabianne Therese, Nathalie Love, Hannah Marks, Dana Gould, Anessa Ramsey, Susan Burke, Davey Johnson, Mather Zickel, Karla Droege, Zoe Cooper, Justin Welborn
Regie: Roxanne Benjamin / David Bruckner / Patrick Horvath / Radio Silence
Drehbuch: Roxanne Benjamin / Matt Bettinelli-Olpin / u.A
Kamera: Tarin Anderson / Tyler Gillett / u.A
Musik: The Gifted
keine Jugendfreigabe
USA / 2015

Auf einem einsamen Stück Highway mitten in der Wüste werden die Geschichten mehrerer Reisender verwoben... und in einer schicksalhaften Terror-Nacht scheinen die schlimmsten Albträume wahr zu werden. Mitch und Jack sind auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, als sie blutüberströmt zu einem abgelegenen Diner gelangen, wo ihr schlimmsten Alpträume wahr werden zu scheinen. Auch die Rock-Band Siren erhält Hilfe von einer fremden Familie, als ihr Tour- Van mitten auf der Straße zusammenbricht; nach einem Autounfall ist ein Geschäftsmann auf die Hilfe eines ungewöhnlichen Rettungshelfers angewiesen; ein ungehaltener Schießwütiger mischt eine Bar auf, weil er auf der Suche nach einer jungen Frau ist; bei einer Familie ist die Hölle los, als Maskierte ihren Urlaub stören..


Obwohl die Horror Anthologien der letzten Zeit einen eher durchwachsenen Eindruck hinterlassen haben, scheint die Faszination für die Ansammlung mehrerer Kurzgeschichten ungebrochen. Mit "Southbound - Highway to Hell" liegt nun endlich einmal wieder ein gänzlich überzeugender Beitrag vor, der sicherlich im oberen Drittel der Genre Beiträge anzusiedeln ist. Das liegt in erster Linie daran, das hier nicht nur ein zentrales Thema für die einzelnen Episoden vorhanden ist, sondern die einzelnen Geschichten auch sehr gekonnt miteinander verbunden sind, wodurch letztendlich ein mehr als nur äußerst stimmiger Gesamteindruck beim Zuschauer entsteht. Die vorliegende Erzählweise ist zwar keinesfalls neu, hinterlässt aber dennoch einen leicht innovativen Eindruck, denn gerade durch den Aspekt, das in der letzten Folge noch einmal gekonnt die Brücke zum Beginn des Filmes geschlagen wird, entlässt einen mit einem sehr befriedigendem Gefühl aus diesem sehenswerten Beitrag.

Als Schauplatz dient ein Highway Abschnitt mitten in einer kargen Wüstenlandschaft, wodurch man von Anfang an mit einer ausgezeichneten Grundstimmung versorgt wird. Diese verdichtet sich mit zunehmender Laufzeit immer mehr und ist in Verbindung mit dem gekonnt aufgebautem Spannungsbogen als einer der Höhepunkte dieser Produktion anzusehen. Hinzu kommen die verschiedensten Facetten des Genres, denn "Southbound - Highway to Hell" deckt so einige Elemente des Spektrums ab. Rituelle Ansätze, gekonnte SFX und Home Invasion Anteile sind ebenso vorhanden wie jede Menge übernatürliche Ansätze. Durch Letztere erscheint das Geschehen zwischendurch herrlich surreal und offenbart dabei Passagen, in denen die Note des Übernatürlichen ganz klar im Vordergrund steht. Das würzt die gesamte Chose ungemein und sorgt gleichzeitig durchgehend dafür, das man sich der Aufmerksamkeit des Betrachters sicher sein kann. 

Aber auch der Gorehound kommt streckenweise durchaus auf seine Kosten, denn für eine offenbar eher kleine Produktion beinhaltet der Film wirklich ansehnliche Effekte, von denen der ein oder andere auch relativ blutig und derbe anzusehen ist. So offenbart sich in der Summe ein extrem stimmiger Gesamteindruck und das ist letztendlich auch die größte Stärke dieses Beitrags, denn man ohne wenn und aber als absoluten Geheim Tipp einstufen kann. Selbst die eher unbekannten Darsteller können durch die Bank mit überzeugenden Performances aufwarten und gerade in dieser Beziehung ergibt sich ansonsten zumeist ein eher negativer Kritikpunkt, der an dieser Stelle aber keinesfalls zu erkennen ist.

Nach den eher durchwachsenen Beiträgen der letzten Zeit hat mich "Southbound - Highway to Hell" wirklich absolut positiv überrascht, denn die erkennbare Verbindung der einzelnen Kurzgeschichten wurde absolut gelungen ins Bild gesetzt, so das am Ende alles schlüssig und klar auf der Hand liegt. Ausgestattet mit mehreren ordentlichen Effekten und einer absolut grandiosen Atmosphäre eröffnet sich ein gelungenes Filmvergnügen, das zudem auch noch eine ordentliche Portion rabenschwarzen Humors an den Tag legt. Die richtige Mischung macht es aus und diese ist im vorliegenden Beitrag definitiv gefunden worden, so das man nur eine dicke Empfehlung an jeden Horror Fan aussprechen kann.


Fazit:


Mit "Southbound - Highway to Hell" erscheint endlich mal wieder eine Anthologie, die einen gänzlich überzeugenden Eindruck im Gedächtnis hinterlassen kann. Fans von Ansammlungen mehrerer Kurzgeschichten dürften begeistert sein, denn hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. 


8/10

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