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Freitag, 31. März 2017

Teleios - Endlose Angst






Teleios - Endlose Angst
(Teleios)
mit Sunny Mabrey, Lance Broadway, T.J. Hoban, Christian Pitre, Mykel Shannon Jenkins, Ursula Mills, Weetus Cren, Michael Nouri, Brett Robert Culbert, Armando DuBon Jr.
Regie: Ian Truitner
Drehbuch: Ian Truitner
Kamera: Jasmin Kuhn
Musik: Roman Kovalik
FSK 16
USA / 2016

Das Frachtschiff ''Teleios'' wird seit über zwei Jahren im fernen Weltraum vermisst. Alle Daten und Übertragungen lassen darauf schließen, dass sich die Crew gegenseitig brutal ermordet hat. Ein Rettungsteam wird ausgesandt, um das vermisste Schiff und überlebende Crew-Mitglieder zu finden. Doch der wichtigste Teil der Mission ist die Bergung der Fracht der Teleios. Im Laufe der Mission wird der Crew klar, dass die mysteriöse Ladung etwas mit dem Unglück zu tun haben muss.


Mit günstig produzierten SCI/FI Filmen ist es immer so eine Sache, denn erstens sieht man ihnen zumeist das geringe Budget an und zweitens kommen die meisten dieser Beiträge in der Regel äußerst trashig daher. Auf den vorliegenden Film "Teleios - Endlose Angst" trifft das allerdings nur bedingt zu, denn trotz des kleinen Budgets von ca. 1.000.000 $ hat Ian Truitner hier eine wirklich interessante Geschichte an den Start gebracht, die allerdings in visueller Hinsicht keine sonderlichen Höhepunkte beinhaltet. So spielt sich das gesamte Szenario dann auch auf dem räumlich stark eingeschränkten Schauplatz eines Raumschiffes ab und der Zuschauer sollte keine großartigen Effekte erwarten. Die hat die Story aber ehrlich gesagt auch gar nicht nötig, denn von Anfang an baut sich ein sehr konstanter Spannungsbogen auf und zudem zieht sich durchgehend eine stark mysteriöse Grundstimmung durch das Geschehen. Von dieser bezieht "Teleios" auch definitiv seine größte Stärke, denn Truitner hat es sehr gut verstanden, die Hintergründe des Szenarios ziemlich lange im Dunkeln zu lassen.

Häppchenweise bekommt man immer mehr Informationen und Andeutungen serviert, die erst mit der Zeit ein recht stimmiges Gesamtbild ergeben. So ist dann auch die Aufmerksamkeit des Betrachters jederzeit vorhanden und äußerst gespannt wartet man auf die Lösung des Rätsels um das Verschwinden der Teleios. Schon nach einer relativ kurzen Zeitspanne präsentiert Truitner diverse Abläude die eine Menge Fragen aufwerfen, so ändert sich beispielsweise das Verhalten aller Mitglieder der Suchmannschaft, schon kurz nachdem sie an Bord des vermissten Raumschiffs gelangen. Mit zunehmender Laufzeit werden die Gründe dafür immer offensichtlicher und es offenbart sich zudem auch noch eine stark sozialkritische Note, die dem Ganzen insgesamt sehr gut zu Gesicht steht. Selbst ein paar wenige Action Einlagen sind vorhanden, doch im Prinzip handelt es sich in der Hauptsache um ein waschechtes SCI/FI Drama, das einem gut 90 Minuten interessante und kurzweilige Unterhaltung anbietet. 

An einigen Stellen merkt man dann aber doch das es sich hier um eine kostengünstige Produktion handelt. In erster Linie fallen einem dabei sofort die Uniformen der Akteure ins Auge, denn wohl eher selten bekommt man dermaßen schlecht sitzende Kostüme angeboten. Dennoch machen vor allem die weiblichen Darsteller eine hübsche Figur in den Klamotten, wobei dies allerdings hauptsächlich darin begründet ist, das es sich um richtig gut aussehende Frauen handelt. Das dargebotene Schauspiel kann man ohne Weiteres als gut bezeichnen, wobei sich jedoch keiner der Protagonisten sonderlich in den Vordergrund spielen würde. Die Spielanteile der einzelnen Figuren sind gut und gleichmäßig verteilt, so das es in dieser Beziehung nicht wirklich etwas zu kritisieren gibt. "Teleios - Endlose Angst" ist also definitiv kein Blockbuster und schon gar kein Meisterwerk des Genres, aber dieser Film ist allein schon auf Grund seiner interessanten Geschichte einen Blick wert. Wer hier das große Spektakel erwartet ist fehl am Platz, wer aber ruhig erzählte SCI/FI Dramen zu schätzen weiß, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren.

Es muss also nicht immer zwingend ein negativer Aspekt sein, wenn gerade Filme aus diesem Genre mit verhältnismäßig wenig Geld produziert wurden. Eine gute Story, eine mysteriöse Grundstimmung, solide Darsteller und etwas Sozialkritik sind vollkommen ausreichend, um ein sehenswertes Filmerlebnis zu präsentieren. Da kann man auch gut und gern einmal auf spektakuläre Effekte verzichten, denn rein inhaltlich bekommt man an dieser Stelle richtig gute Kost geliefert. Mich hat "Teleios" jedenfalls äußerst positiv überrascht, so das ich definitiv eine Empfehlung an all jene aussprechen kann, die nicht nur auf Effektgewitter und pausenlose Action geeicht sind.


Fazit:


"Teleios - Endlose Angst" ist bestimmt kein echter Burner, erzählt aber eine Geschichte die auf Grund ihrer Botschaft auch ein wenig nachdenklich stimmen kann. Das alles geschieht in einem eher ruhigen Erzähltempo und ohne sonderliche Höhepunkte, dafür wird man letztendlich jedoch mit einem äußerst stimmigen Gesamtbild konfrontiert.


6,5/10

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