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Mittwoch, 1. März 2017

Wishmaster 2






Wishmaster 2 - Das Böse stirbt nie
(Wishmaster 2 : Evil never Dies)
mit Andrew Divoff, Paul Johansson, Holly Fields, Bokeem Woodbine, Vyto Ruginis, Maria Gennaro, Scott Klace, James Staszkiel, James Kim, Chris Weber, Al Foster, Randy Hall
Regie: Jack Sholder
Drehbuch: Peter Atkins / Jack Sholder
Kamera: Carlos González
Musik: David C. Williams
FSK 18
USA / 1999

Eine Gruppe Diebe bricht nachts ins Museum ein und erweckt versehentlich den dämonischen Djinn zu neuem Leben. Der böse Geist macht kurzen Prozess mit seinen ahnungslosen Entdeckern, einzig die junge Morgana überlebt das Massaker. Der Wishmaster lässt sich bereitwillig ins Gefängnis stecken, wo er die nötigen Seelen zur Vernichtung der Menschheit sammeln will. Seine Mithäftlinge sind nur zu gern bereit, sich einen Wunsch von ihm erfüllen zu lassen …


Nach dem erstklassigen "Wishmaster" folgte zwei Jahre später diese sehr gelungene Fortsetzung, bei der dieses Mal nicht mehr Robert Kurtzman, sondern Jack Sholder für die Regie verantwortlich zeichnet. Ist ein solcher Wechsel auch öfter einmal mit einem Qualitätsverlust verbunden, so kann man das bei vorliegendem Teil eigentlich nicht behaupten. Ich möchte sogar so weit gehen und behaupten, das die Fortsetzung in Teilen noch härter, bedrohlicher-und mit mehr bissigem Humor daher kommt, was einmal mehr auch dem wieder glänzend agierenden Andrew Divoff zu verdanken ist, der in der Rolle des Djinns noch boshaftere Züge erkennen lässt, als es schon im Vorgänger der Fall war. Durch einen misslungenen Raubüberfall zum Leben erweckt, muss er sich auf die Jagd nach 1001 Seelen begeben, damit danach die Prophezeiung in Erfüllung gehen kann. Und so müssen wieder einmal etliche Wünsche erfüllt werden, wobei die Sagen-Gestalt natürlich wieder ihre eigene Interpretation an den Tag legt, um diese zu erfüllen.

Für den Zuschauer ergibt sich dadurch ein stellenweise äußerst blutiges Szenario, denn diverse Passagen des Filmes sind doch mit einem ansehnlichen Härtegrad ausgestattet. Gleichzeitig enthalten diverse Tötungs-Methoden auch einen sehr schwarz-humorigen Anteil, denn diverse Szenen hinterlassen einen schon recht absurden-und skurrilen Eindruck. Das Schema der Reihe wird also definitiv beibehalten, so das man keinerlei Innovation erwarten sollte. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn die handelsüblichen Zutaten wurden wieder sehr gut zusammengemischt und funktionieren ganz hervorragend. Das gilt auch für die vorhandenen Effekte, die sich wohlwollend von heutigen CGI-Spektakenl abheben, wodurch sie aber an manchen Stellen einen eher naiven Eindruck erzeugen, der dem Ganzen jedoch sehr viel Charme verleiht.

Die Geschichte an sich besticht natürlich nicht unbedingt durch etliche Überraschungsmomente, denn das Geschehen ist doch recht vorhersehbar. Dennoch funktioniert das Szenario absolut überzeugend und enthält neben etlichen blutigen Szenen auch eine Menge Humor, der das Ganze reichlich auflockert. An vielen Stellen macht sich sogar eine äußerst makabere Note breit, in diesem Bezug möchte ich nur an die Passagen im Gefängnis oder an die Passage im Spiel-Casino erinnern, die wohl unbestritten den Höhepunkt dieser Fortsetzung darstellt. Hier geht es ordentlich zur Sache und die Ereignisse legen dabei ein ordentliches Tempo an den Tag, so das man sich einem in allen Belangen gelungenem Showdown gegenüber sieht, der einen durchgehend unterhaltsamen Horrorfilm mit Fantasy-Einschlag nahezu perfekt abrundet und ein stimmiges Gesamtbild an den Tag legt.

Wem also schon "Wishmaster" zugesagt hat, der wird auch an diesem zweiten Teil seine helle Freude haben, denn Jack Sholder knüpft nahtlos dort an, wo Robert Kurtzman aufgehört hat. Der Djinn macht auf der Jagd nach Seelen einmal mehr blutige Beute, bevor am Ende doch das Gute siegt. Neben dem ordentlichen Anteil an Härte beinhalten die Abläufe auch diesen erstklassigen Humor, der schon im Vorgänger immer gut zur Geltung kam, so das man sich letztendlich auf ein gelungenes Seh-Vergnügen einstellen kann. Mit dem Folge-Teil soll sich dieser Eindruck ja merklich ändern, was in erster Linie wohl damit zu begründen ist, das Andrew Divoff leider nicht mehr mit von der Partie ist.


Fazit:


"Wishmaster 2 - Evil never Dies" ist leider der letzte richtig überzeugende Teil einer Reihe, die ab Teil 3 merklich an Qualität einbüßt. So sollte man sich hier noch einmal an einem blutigen-und bitter-bösen Spektakel erfreuen, da man ab Teil 3 in weitaus seichtere Gewässer steuert.


8/10

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