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Samstag, 8. April 2017

The Remains






The Remains
(The Remains)
mit Todd Lowe, Samuel Larsen, Brooke Butler, Lisa Brenner, Nikki Hahn, Hannah Nordberg, Maria Olsen, Ashley Crow, Dash Williams, Tava Smiley, Jenni Blong, Ian Duncan, Courtney Cunningham, John Pirruccello, Julie Millett
Regie: Thomas Della Bella
Drehbuch: Thomas Della Bella
Kamera: Derrick Sims
Musik: Giona Ostinelli
keine Jugendfreigabe
USA / 2016

Witwer John zieht mit Teenagertochter Izzy und den beiden Nesthäkchen in eine viktorianische Villa, ohne freilich zu ahnen, dass sich dort vor circa hundert Jahren ein übles Massaker zutrug und bis heute als Spuk nachwirkt. Schon bald häufen sich jenseitige Übergriffe auf die neuen Bewohner, besonders die Jüngsten sind davon betroffen. John versucht verzweifelt, Licht ins Dunkel zu bringen, und stellt fest, dass die Geisteraktivitäten von alten Hinterlassenschaften ausgehen. Doch diese zu beseitigen ist gar nicht so einfach.


Es gibt so einige Unterkategorien des Horrorfilms die einfach nicht tot zu kriegen sind. Ganz sicher fällt auch die Gruppe der Spuk-und Geisterhaus Filme darunter, was in den letzten Jahren durch etliche Beiträge in dieser Sparte eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde. Die meisten Filme sind dann sogar wirklich ansehnlich und auch der vorliegende Erstling "The Remains" von Thomas Della Bella kann getrost dazu gezählt werden. Zwar bietet das Werk im Prinzip keine großartigen neuen Ansätze, geschweige denn echte Innovation, aber der gute Mann hat sämtliche notwendigen Zutaten in seiner Erzählung vereint, um dem Zuschauer ein gepflegtes Gruselerlebnis zu präsentieren. Die Geschichte an sich kommt einem dabei irgendwie bekannt vor, denn ähnlich gelagerte Szenarien hat man mittlerweile oft genug zu Gesicht bekommen. Dennoch gestaltet sich die Chose äußerst atmosphärisch und kann sogar in mehreren Passagen für eine wohlige Gänsehaut sorgen.

Della Bella spielt dabei mit den handelsüblichen Elementen und konfrontiert einen allein erziehenden Vater sowie seine drei Kinder mit paranormalen Aktivitäten, die sich in ihrem neu bezogenen Haus abspielen, das als Location für die unheimlichen Ereignisse wie geschaffen ist. Das Ganze gestaltet sich nicht sonderlich spektakulär, jedoch genügen an dieser Stelle auch die typischen und ziemlich minimalen Mosaiksteinchen, um letztendlich das nötige Grusel Feeling herauf zu beschwören. So offenbart die Geschichte dann auch mehrere bedrohlich anmutende Momente, ohne das diese von übertriebenem Aktionismus geprägt wären. Wirkliche Überraschungsmomente geben sich allerdings nicht wirklich zu erkennen und auch gelungene Plot Twists sucht man leider vergebens. Diese Zutaten hätten das gute Gesamtbild sicherlich noch aufgewertet, doch auch in der vorliegenden Form bietet "The Remains" zumindest gelungene Genrekost, die sich qualitativ etwas oberhalb des Durchschnittsbereiches ansiedeln dürfte.

Natürlich liegt das wie immer im Auge des Betrachters, denn wer eventuell schon zu viele Filme dieser Machart gesehen hat, wird eventuell den ganz großen Kick vermissen. Man hat in diesem Bereich eben schon alles gesehen, so das ein neuerlicher Beitrag ohne innovative Ideen bestimmt nicht jeden Geschmack treffen wird. Im Endeffekt handelt es sich also um einen sehr soliden Beitrag ohne größere Höhepunkte, was allerdings auf keinen Fall als negative Kritik aufgefasst werden sollte. Die Darsteller Riege reiht sich nahtlos in diesen Gesamteindruck ein, denn das Schauspiel ist absolut sehenswert, ohne das sich eine der Figuren sonderlich in den Vordergrund spielen würde.

Und so kann man im Endeffekt durchaus von einer gelungenen Haunted House Variante sprechen, denn "The Remains" erfindet zwar nicht gerade das Rad neu, bietet aber spannende und vor allem atmosphärische Grusel-Unterhaltung, die man sich ohne Weiteres anschauen kann. Etwas unverständlich erscheint einem allerdings die viel zu hoch gegriffene Alterseinstufung, die den ein oder anderen ganz bestimmt wieder in eine vollkommen falsche Richtung lenkt. Irgendwelche visuellen Härten sind hier nämlich definitiv nicht zu erkennen, so das man das vergebene "keine Jugendfreigabe" Zertifikat noch nicht einmal ansatzweise nachvollziehen kann. Wie dem aber auch sei, Thomas Della Bella hat gute Arbeit geleistet und einen Erstling präsentiert, den man sich auf jeden Fall anschauen sollte.


Fazit:


"The Remains" zählt sicher nicht zu den absoluten Größen seiner Zunft, bietet aber gepflegte Gruselkost auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Fans dieser Filmart können also bedenkenlos zugreifen, denn ein kurzweiliges und spannendes Filmerlebnis bekommt man definitiv geboten.


7/10

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