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Donnerstag, 4. Mai 2017

Even Lambs Have Teeth






Even Lambs Have Teeth
(Even Lambs Have Teeth)
mit Kirsten Prout, Tiera Skovbye, Michael Karl Richards, Craig March, Garrett Black, Jameson Parker, Christian Sloan, Daniel Arnold, Graem Beddoes, Moneca Delain, Patrick Gilmore, Alyssa Hanson-Smith, Chelah Horsdal
Regie: Terry Miles
Drehbuch: Terry Miles
Kamera: Anna MacDonald
Musik: keine Informationen
keine Jugendfreigabe
Frankreich / Kanda / 2015

Um sich einen teuren Shopping-Trip nach New York zu finanzieren, beschließen die besten Freundinnen Sloane und Katie auf einer Farm in einer abgelegenen ländlichen Stadt zu arbeiten. Dort angekommen, geraten die beiden in die Fänge einer skrupellosen Familie, die eine ganz andere Beschäftigung für die Neuankömmlinge im Sinn hat und sie unter Drogen setzt. Angekettet an Schiffscontainern im tiefsten Wald, wachen die beiden Schönheiten am nächsten Morgen auf und dienen fortan dem Vergnügen der männlichen Hinterwäldler. Als die Mädchen sich schließlich befreien und fliehen können, beschließen sie zurückzukehren, um sich gnadenlos an ihren Peinigern zu rächen.


Rape and Revenge Beiträge scheinen momentan ganz groß in Mode zu sein, denn mittlerweile wird man mit Beiträgen zu dieser Thematik regelrecht überhäuft. Die jeweiligen Filme würden dabei gern an die Klasse der großen Vorbilder wie "The last House on the Left" oder auch "Ich spuck auf dein Grab" anknüpfen, wobei dieses Ansinnen in den meisten Fällen noch nicht einmal ansatzweise verwirklicht werden kann. Nahezu exemplarisch für einen ziemlich misslungenen Versuch steht der vorliegende "Even Lambs Have Teeth", der so ziemlich alles vermissen lässt, was diese Filmart normalerweise auszeichnet. Das beginnt schon mit der ideenlosen und völlig uninspirierten Geschichte, denn mehr als eine äußerst ausgedünnte Rahmenhandlung hat das Werk von Terry Miles nicht zu bieten. Das könnte man ja im Prinzip noch verschmerzen wenn der Rest des Szenarios zu überzeugen wüsste, aber ehrlich gesagt wurde hier an allen Ecken und Enden dermaßen versagt, das man gar nicht so richtig weiß, an welcher Stelle man eigentlich anfangen soll. 

Widmen wir uns doch zuerst einmal der auf der ganzen Linie versagenden Darsteller Riege, denn was man einem an dieser Stelle als Schauspiel verkaufen möchte, das spottet fast schon jeglicher Beschreibung. Sämtliche Akteure glänzen dabei mit unsäglich dämlichen Verhaltensweisen, die von den extrem dümmlichen Dialogen fast noch überboten werden. Am meisten macht sich dieser Aspekt bei den beiden Hauptdarstellerinnen bemerkbar, denn was die beiden Opfer hier zum Besten geben, das geht wirklich auf keine Kuhhaut mehr. Von der sogenannten Opferrolle ist bei den beiden nämlich fast gar nichts zu spüren, denn im Gegensatz zu ansonsten bekannten Vertretern des Sub-Genres fehlt es hier gänzlich an den nötigen Emotionen. Anstatt seelischer oder körperlicher Schäden fahren die beiden Teenager nach ihrer Flucht eher gut gelaunt durch die Gegend, kaufen dabei die nötigen Werkzeuge für ihre Rache und machen sich dann daran, ihren Peinigern den Garaus zu machen. Dabei lässt "Even Lambs Have Teeth" einen fast schon komödiantischen Anteil erkennen, der mal so gar nicht in eine solch gelagerte Story hinein passt.

Das trübt das Filmvergnügen ungemein, wirken dadurch doch sämtliche Abläufe nahezu skurril und grotesk, was nicht unbedingt eine hohe Glaubwürdigkeit der Ereignisse entstehen lässt. Und dann wäre da auch noch die immer wieder auftretende und zudem völlig deplacierte Situationskomik, durch die man die Ereignisse fast schon nicht mehr ernst nehmen kann. Das Szenario erhält so einen absurden und äußerst trashigen Anstrich, der bei der vorliegenden Thematik aber meiner persönlichen Meinung nach absolut nichts zu suchen hat. Diese ganzen Unzulänglichkeiten machen den gesamten Film kaputt, woran auch die in diversen Phasen auftretende Härte nichts dran ändern kann. Ganz generell ist der enthaltene Härtegrad nicht sonderlich hoch angesiedelt, denn bis auf einige etwas blutigere Passagen hat das Werk auch in dieser Beziehung nicht sonderlich viel zu bieten. 

Und so kann man dem guten Terry Miles der übrigens auch für das schwächelnde Drehbuch verantwortlich zeichnet kein sonderlich gutes Zeugnis ausstellen, denn seine Variante eines Rape and Revenge Szenarios ist so ziemlich in die Hose gegangen. So sollte man dann auch nicht zu viel von diesem Beitrag erwarten und eventuell sogar aus der Sicht eines Trash-Liebhabers an die Chose heran gehen, um der Story überhaupt etwas abgewinnen zu können. Wie dem aber auch sei, einen nachhaltigen Eindruck wird "Even Lambs Have Teeth" definitiv nicht beim Zuschauer hinterlassen, denn dafür wurde viel zu viel falsch gemacht. Übrig bleibt dann nur ein unfreiwillig komischer Genre Beitrag und diese Bezeichnung wirkt bei der vorliegenden Thematik doch schon sehr befremdlich. Mich würde an dieser Stelle mal interessieren, mit welcher Intension der Regisseur an die Sache heran gegangen ist, denn einen ernst zu nehmenden Beitrag abzuliefern, kann nun wirklich nicht seine Absicht gewesen sein.


Fazit:


Zumindest fällt "Even Lambs Have Teeth" durch die unfreiwillige Komik ein wenig ins Auge des Betrachters, allerdings möchte man diese Zutat in einem solch gelagerten Film überhaupt nicht sehen. Die Ernsthaftigkeit des Ganzen bleibt dadurch völlig auf der Strecke und die üblen schauspielerischen Leistungen tun ihr Übriges, um dieses Werk durch das Raster fallen zu lassen.


4/10

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