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Montag, 17. Juli 2017

L.A.-Outlaws






L.A. - Outlaws - Die Gesetzlosen
(Vigilante Diaries)
mit Jason Mewes, Quinton 'Rampage' Jackson, Paul Sloan, Kevin L. Walker, Michael Jai White, Michael Madsen, Mike Hatton, James Russo, Arman Nshanian, Sal Guerrero, Chasty Ballesteros
Regie: Christian Sesma
Drehbuch: Christian Sesma / Paul Sloan
Kamera: Anthony J. Rickert-Epstein
Musik: Kevin Riepl
keine Jugendfreigabe
USA / 2016

Sie nennen ihn Vigilante. Früher war er bei den Special Forces. Früher… Und jetzt hat er eine Mission. Er führt seinen persönlichen Kampf gegen Unrecht, Korruption und Drogen. Zusammen mit ein paar anderen Freunden ist er in der ganzen Welt unterwegs und macht mit seinen eigenen Gesetzen von Los Angeles bis in den Nahen Osten den Drogendealern und Gangstern das Leben schwer. Bis er bei einer Mission von seinen Feinden in die Falle gelockt wird. Seitdem hat man nichts mehr von ihm gesehen. Zehn Jahre später ist Vigilante immer noch verschwunden. Man findet heraus, dass er möglicherweise in Mexiko von einem Drogenkartell gefangen gehalten wird. Ohne Zögern beschließen seine engsten Freunde, ihn zu befreien und entwerfen einen genialen Plan. Angeführt von seinen Kumpels Wolfman und Kid startet das verrückte Team bis an die Zähne bewaffnet einen gnadenlosen Rachefeldzug… 


Mit "L.A. - Outlaws" kommt ein weiterer der unzähligen B-Movies zu uns, der sich ganz offensichtlich an größeren Vorbildern orientieren möchte. So erinnert beispielsweise allein schon die Eröffnungs-Sequenz an den Stil eines Quentin Tarantino und im weiteren Verlauf des Filmes wird eindeutig klar, das Regisseur Christian Sesma nur allzu gern auf den Pfaden der "Expendables-Reihe" wandeln würde. So weit so gut, allerdings ist die Umsetzung des Ganzen dann aber nicht mehr als ein Versuch, denn auch wenn diverse Ähnlichkeiten keinesfalls zu übersehen sind, so mangelt es dem Werk doch relativ eindeutig an der nötigen Klasse. Das ist aber ehrlich gesagt gar nicht einmal so schlimm, denn schließlich kann die Geschichte zumindest recht gut unterhalten. Es offenbart sich eine streckenweise sehr actionreiche Erzählung, die zudem auch mit einem ganz ordentlichen Tempo ausgestattet ist.

Ganz klar ist zu erkennen das Sesma darum bemüht ist, sowohl seine Figuren als auch die enthaltenen Dialoge mit einer gewissen Coolness und Lässigkeit zu versehen. Dieses Ansinnen kommt jedoch nur sehr bedingt zur Geltung, was in erster Linie wohl hauptsächlich dem schauspielerisch begrenzten Potential der Darsteller zuzuschreiben ist. Was bei den Expendables noch teilweise extrem witzig erscheint, wirkt in vorliegendem Fall viel eher etwas aufgesetzt und stellenweise auch künstlich verkrampft. Daraus ergibt sich wiederum der Aspekt, das die ganze Chose mit einem unfreiwillig komischen Anstrich versehen ist, was dem Gesamtbild letztendlich sogar ganz gut zu Gesicht steht. 

Die Optik und der Look des Filmes lassen darauf hindeuten, das hier wohl nicht gerade das üppigste Budget zur Verfügung gestanden hat. In so manchen Passagen kommt das Szenario schon ziemlich billig rüber, was man auch bei der Ansicht der enthaltenen Effekte immer wieder bemerkt. Mich persönlich hat das nicht weiter gestört, denn dadurch entsteht doch eine äußerst unterhaltsame Mischung aus Action B-Movie, unfreiwilliger Komik und einem manchmal unübersehbaren Trash-Faktor. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, sorgt aber auf jeden Fall für eine Menge Kurzweil und das zählt ja schließlich bei einem Beitrag dieser Machart.

Echte Cineasten dürften mit "L.A - Outlaws" ganz bestimmt nicht viel anfangen können, wer allerdings seine Freude an unterhaltsamer B-Filmkost hat dürfte durchaus auf seine Kosten kommen. Einige der angesprochenen Defizite werden hier sogar zu einer gewissen Stärke, so das im Endeffekt ein ganz ordentlicher Gesamteindruck entsteht. Auf ein starkes Drehbuch oder Dinge wie Logik sollte man allerdings nicht hoffen und echte filmische Klasse ist schon gar nicht vorhanden. Man sollte wissen auf was man sich hier einlässt, denn dann kann man am Ende auch keine große Enttäuschung erleben.


Fazit:


Sesma's Beitrag ist sicherlich kein Highlight, doch gibt es genügend andere B-Actioner, die weitaus schlechter unterhalten. Am besten macht sich jeder selbst ein Bild von der Sache, denn anschauen kann man sich diesen Film auf jeden Fall. Nur sollten die eigenen Erwartungen dabei von Beginn an in die richtige Richtung gelenkt werden, damit man am Ende keine Enttäuschung erlebt.


6/10

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