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Montag, 31. Juli 2017

Shark Lake






Shark Lake
(Shark Lake)
mit Dolph Lundgren, Sara Malakul Lane, Lily Brooks O'Briant, James Chalke, Michael Aaron Milligan, Ibrahim Renno, Jacquie Allen, Jerry Atkinson Jr., Melissa Bolona
Regie: Jerry Dugan
Drehbuch: Gabe Burnstein / David Anderson
Kamera: J.R. Hall
Musik: Nicholas Rivera
FSK 16
USA / 2015

Clint hat noch ein paar Rechnungen offen, als er aus dem Gefängnis entlassen wird. Deshalb setzt der ehemalige Schmuggler exotischer Tierarten eine ganze Familie superhungriger Riesenhaie in den Lake Tahoe frei. Immer mehr spurlos verschwundene Menschen rufen Polizistin Meredith Hendricks und ihren neuen Liebhaber Peter, praktischerweise ein Biologe, auf den Plan. Als sie erkennen, was der Grund ist, ist es fast schon zu spät. Zum Glück schlägt sich nun auch Clint auf ihre Seite.


Etliche ehemalige Ikonen des B-Actioners haben ihre besten Zeiten längst hinter sich und müssen sich mittlerweile anscheinend in kleinen Produktionen ihr Geld verdienen. Nicht anders ergeht es auch dem alten Schweden Dolph Lundgren, der in diesem unterdurchschnittlichen Vertreter des Tierhorrors in der Hauptrolle zu sehen ist. Das Erstlingswerk von Jerry Dugan widmet sich dabei der immer wieder beliebten Hai-Thematik und man kann durchaus das stete Bemühen verspüren, das der gute Mann an dieser Stelle einen ernsten Beitrag abliefern wollte. Leider ändert das aber rein gar nichts an der Tatsache das "Shark Lake" seinem Namen eher keine Ehre macht, denn von den Killern der Meere ist hier eher selten etwas zu sehen. So dauert es beispielsweise volle 50 Minuten, bis man überhaupt einmal einen Hai zu Gesicht bekommt, der sich im Bein eines Reporters verbissen hat und somit den ersten kleinen und nennenswerten Schauwert dieser Produktion offenbart. Ansonsten gestaltet sich die erste Filmhälfte eher sehr schleppend und zähflüssig, was nicht unbedingt für einen ordentlichen Unterhaltungswert Sorge trägt.

Dugan versucht immerhin, dem Zuschauer die einzelnen Figuren etwas näher zu bringen, verzettelt sich dabei aber zu sehr in angespannten Verhältnissen der Hauptfiguren untereinander. So gestaltet sich das Szenario streckenweise fast schon wie ein kleines Familiendrama, als das man von einem gelungenen Vertreter des Tierhorror-Genres sprechen könnte. Gleichzeitig kann sich auch zu keiner Zeit ein wirklicher Spannungsbogen aufbauen, denn trotz einiger zu erkennender Ansätze verflacht die gesamte Chose immer mehr und gibt sich selbst der Banalität preis. Wenn die Geschichte nun zumindest ein wenig Ironie oder gewisse Trash-Elemente beinhalten würde könnte man noch auf seine Kosten kommen, aber in dieser Beziehung bekommt man leider überhaupt nichts geboten. Nun ist es zwar sehr löblich, das Dugan nicht auf den Zug der unzähligen Trashfilme aufspringen wollte, aber wenn man einen ernsten Beitrag des Genres auf den Weg bringen will, dann sollten doch zumindest die dafür notwendigen Zutaten wie Spannung und eine bedrohliche Grundstimmung vorhanden sein.

In der vorliegenden Form kann "Shark Lake" jedoch keinesfalls überzeugen und entpuppt sich als extrem seichte Unterhaltung, die man eventuell als Vielseher einmal anschauen kann. Eine nachhaltige Wirkung wird die Erzählung allerdings nicht hinterlassen, zumal Fans des Hai-Horrors definitiv nicht auf ihre Kosten kommen. Auch ein angemessener Härtegrad ist eigentlich zu keiner Zeit zu erkennen, denn die äußerst seltenen blutigen Einstellungen lassen sich locker an einer Hand abzählen. Da haben selbst bewusst trashige Vertreter wie beispielsweise "Sharknado" viel mehr zu bieten und sorgen insbesondere durch ihre bewusst abstruse Machart für jede Menge Kurzweil. All diese Dinge vermisst man hier schmerzlich und verspürt dabei das Verlangen, einen Film wie Spielbergs Meisterwerk "Der weiße Hai" anzuschauen, der immer noch das mit weitem Abstand beste Werk ist, wenn es um Hai-Filme geht. 

Letztendlich bietet Dugan's Erstling keinerlei Höhepunkte und bietet lediglich knapp 90 Minuten relativ überflüssige Filmkost, die man nicht zwingend gesehen haben muss. Auch mit Dolph Lundgren als Zugpferd wird der Film nicht besser, zumal das dargebrachte Schauspiel sämtlicher Akteure auch nicht sonderlich erwähnenswert ist. Selbst wenn man mit ziemlich geringen Erwartungen an "Shark Lake" heran geht werden diese leider noch unterschritten, so das sich diese Produktion noch nicht einmal im breiten Durchschnittsbereich ansiedeln kann. Eine Empfehlung kann man also nicht wirklich aussprechen, allerdings wird es sicherlich auch genügend Leute geben, die selbst an diesem extrem belanglosen und enttäuschendem Werk ihre Freude haben werden.


Fazit:


Obwohl ich schon im Vorfeld nicht sonderlich große Erwartungen an "Shark Lake" hatte, ist die Enttäuschung nach der Sichtung des Filmes recht groß. Lediglich zum Ende hin bekommt man ein klein wenig Hai-Action geboten, ansonsten gestaltet sich die Szenerie völlig belanglos und offenbart keinerlei erwähnenswerte Schauwerte. Es fehlt ganz einfach am nötigen Gespür für das Wesentliche und das wird hier die gesamte Laufzeit über mehr als deutlich.


3/10

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