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Freitag, 2. Februar 2018

Ghost Game






Ghost Game
(Ghost Game)
mit Alexandra Barreto, Shelby Fenner, Curt Cornelius, Aaron Patrick Freeman, Robert Berson, Peter Cilella, Eric Scott Woods, Danielle Hartlett, Caroline D'Amore, Sahra Silanee, Sarah Shoup, Jamie Alexander
Regie: Joe Knee
Drehbuch: David W. Keffer / Benjamin Oren
Kamera: Keine Information
Musik: Jeff Russo
FSK 16
USA / 2004

Es sollte ein entspanntes Wochenende in einer entlegenen Hütte im Wald werden. Möglichst weit weg vom Großstadtrummel und der üblichen Routine. Doch für die Gruppe junger Leute, die sich hier zum Campen treffen wollten, kommt es anders. Als sie ein geheimnisvolles Spiel finden und es jeder Warnung zum Trotz prompt spielen, ahnen sie noch nicht, dass sie damit drei grässliche Geisterhexen heraufbeschwören, die nur eines im Sinn haben: den Tod der Gruppe. Nur wem es gelingt, verschiedene Rätsel rechtzeitig zu lösen, entkommt ihren Klauen. Für die Beteiligten beginnt ein gnadenloser Wettlauf um Leben und Tod.


Das man gerade im Horror-Genre immer wieder auf schlechte oder mittelmäßige Filme trifft, ist eine ganz normale Sache, an die sich die Fans schon längst gewöhnt haben. Und dennoch gibt es immer wieder Werke, bei denen man sich zwangsläufig die Frage stellt, was die Macher sich dabei gedacht haben. Um solch einen Fall handelt es sich auch bei "Ghost Game", denn diese Produktion zählt zu denen, die eigentlich keine DVD-Veröffentlichung verdient hätten, da sie so dermaßen schlecht und langweilig sind, das dem Zuschauer teilweise die Haare zu Berge stehen. Dabei kann man doch aufgrund der Inhaltsangabe wenigstens davon ausgehen, das man zwar nicht unbedingt etwas Neues präsentiert bekommt, aber immerhin eine Geschichte, die sich recht spannend und interessant anhört. Wenn man dann allerdings die Umsetzung zu Gesicht bekommt, merkt man schon ziemlich schnell, das sich diese Hoffnung nicht erfüllen wird, da es dem Film an allen Ecken und Enden an den Grundzutaten fehlt, die für ein spannendes Horror-Vergnügen notwendig sind.

Von der ersten Minute an merkt man dem Film an, das es sich um eine Low Budget Produktion (ca. 200.000 $) handelt, was ja im Prinzip nicht zwangsläufig negativ zu bewerten ist, denn das man auch mit wenig Geld gute Filme produzieren kann, wurde schon oft genug unter Beweis gestellt. Hier allerdings übertreffen sich die Peinlichkeiten gegenseitig, so das man bis auf die Tatsache, das dieser Schund nach knapp 70 Minuten ein Ende hat, kein gutes Haar an diesem Machwerk lassen kann. Begriffe wie Spannung oder Atmosphäre scheinen für Regisseur Joe Knee absolute Fremdworte zu sein, denn von diesen Dingen ist beim besten Willen rein gar nichts zu verspüren, da hilft es auch nicht, das sich der Großteil des Geschehens bei Nacht abspielt und als Schauplatz eine abgelegene Blockhütte fernab jeglicher Zivilisation ausgewählt wurde. Es entsteht ganz einfach noch nicht einmal ansatzweise ein Funke, der auf den Betrachter überspringen könnte, vielmehr wird man mit Rückblenden konfrontiert, die seltsam dilletantisch erscheinen und zudem noch einen teilweise eher konfusen Eindruck hinterlassen. Bevor das Geschehen erst einmal ein wenig in Fahrt kommt, ist die Hälfte der Laufzeit schon vorbei und das Einzige, was man bisher gesehen hat, ist die pure Langeweile.

Wer jetzt allerdings die Hoffnung hegt, das die zweite Filmhälfte mit ordentlich Action und anderen positiven Dingen aufwarten würde, der sollte diese Hoffnung schnellstens wieder begraben, zwar gestaltet sich das Szenario nun etwas temporeicher, bewegt sich aber qualitätsmäßig auf dem gleichen niedrigen Niveau, wie man es aus der ersten Filmhälfte gewohnt ist. Allerdings laufen nun die äusserst schlechten und vollkommen talentfreien Darsteller zu absoluter Höchstform auf, phasenweise kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, das unter ihnen ein Wettstreit stattfindet, in dem der mieseste Schauspieler gesucht wird. Nun, diese Suche ist vollkommen unnötig, da sich alle auf einem gleichbleibend miesem Niveau bewegen, das nur schwerlich zu überbieten sein dürfte. Der absolute Gipfel sind aber die sinnbefreiten und größtenteils vollkommen sinnbefreiten Dialoge, die hier zum Besten gegeben werden. Nimmt man das dargebotene Schauspiel, die dämlichen Dialoge und die teils schon mehr als nur unlogischen und vollkommen realitätsfremden Verhaltensweisen der Darsteller, dann muss man das Gesehene schon als extrem peinlich ansehen und ärgert sich so umso mehr, das man 70 Minuten kostbare Lebenszeit mit diesem Müll vergeudet hat.

Insgesamt gesehen kann man wohl ohne Übertreibung behaupten, das hier alles falsch gemacht wurde, was man nur falsch machen kann. Die Produktionskosten für diesen Müll hätte man besser sinnvoller verwendet, indem man Bedürftigen geholfen hätte und diesen Film nie auf die Menschheit losgelassen hätte. So sollte man lieber die Hände von diesem dilletantischen machwerk lassen, das wirklich überhaupt nichts zu bieten hat, was in irgendeiner Form sehenswert wäre, denn lediglich der einsetzende Abspann kann hier für Befriedigung und Freude sorgen, da die Qual nun endlich ein Ende hat und man sich wieder wichtigeren Dingen widmen kann.


Fazit:


"Ghost Game" zeigt einem auf eindrucksvolle Art und Weise auf, wie lang doch 70 Minuten sein können, in denen man fast ganzzeitig die Hoffnung hegt, das die Qual doch bitte bald ein Ende hat. Eine langweilige und teils sinnbefreite Inszenierung, die noch nicht einmal etwas Spannung und Atmosphäre aufweisen kann und als Höhepunkt mit einer Darsteller-Riege aufwartet, die diese Bezeichnung noch nicht einmal im Ansatz verdient hat. Im Endeffekt handelt es sich hier um einen Film, den die Welt nun wirklich nicht braucht.



1/10

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