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Mittwoch, 14. Februar 2018

Hellraiser IV - Bloodline






Hellraiser IV - Bloodline
(Hellraiser : Bloodline)
mit Bruce Ramsay, Valentina Vargas, Doug Bradley, Kim Myers, Charlotte Chatton, Adam Scott, Mickey Cottrell, Louis Turenne, Courtland Mead, Louis Mustillo, Jody St. Michael, Paul Perri
Regie: Kevin Yagher / Joe Chappelle
Drehbuch: Peter Atkins
Kamera: Gerry Lively
Musik: Daniel Licht
FSK 18
USA / 1996

Raumstation "Minos", im Jahr 2127: 130 Jahre nachdem sein Vorfahre John, ein New Yorker Architekt, im Kampf mit den Cenobiten den Tod fand, bereitet sich der Ingenieur Paul Merchant auf die letzte Konfrontation mit den Kreaturen der Hölle vor. Niemand weiß, daß er die gigantische Raumstation nur zu einem Zweck gebaut hat: Um die größte Falle im Universum aufzustellen. Als er die gesamte Besatzung von Bord schickt und die Station auf eigene Faust aus der Erdumlaufbahn steuert, wird eine Eliteeinheit Soldaten in Marsch gesetzt, um ihn unter Arrest stellen sollen. Aber Merchant hat den "Pinhead" bereits gerufen. Verzweifelt versucht er die Offizierin Rimmer von der unvorstellbaren Gefahr zu überzeugen, in der sie alle schweben. Und er erzählt die Geschichte seiner Familie ... Als den Soldaten bewußt wird, daß sie sich nicht allein auf der Raumstation befinden, daß sich eine fremde Macht Zugang zu ihrer Welt verschafft hat, ist es für eine Flucht zu spät. Einen nach dem anderen bringen die Cenobiten auf bestialische Weise um. Paul Merchant bleibt nicht viel Zeit um zu Ende zu bringen, was er begonnen hat... 


"Hellraiser IV - Bloodline" ist wohl der Teil der Reihe um die Cenobiten, der die Meinungen der Fans am meisten spaltet, denn nicht jedem gefällt diese Mischung aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die dem Film aber meiner persönlichen Meinung nach das gewisse Extra verleiht und ihn schon ziemlich von den anderen Teilen abhebt. So wird man am Anfang des Werkes mit Passagen im Weltraum konfrontiert, um danach ins 18. Jahrhundert entführt zu werden, wo man dann mit der Entstehung des Zauberwürfels konfrontiert wird. Danach folgt dann der Teil der Geschichte, in der Gegenwart (1996) spielt, wonach sich der Kreis dann wieder im kahr 2127 schließen soll. Die Vereinigung von 3 vollkommen verschiedenen Zeitepochen, von denen eine ja immer noch die ferne Zukunft darstellt, kann man als äusserst gelungen ansehen, verleiht sie diesem Film doch schon eine sehr aussergewöhnliche Note.

Vor allem gefällt mir, das man hier die Entstehungsgeschichte des Würfels präsentiert bekommt und das ist auch der Teil des Films, den ich besonders gut finde. So bekommt der Zuschauer einen äusserst tiefen Einblick in das Cenobiten-Universum, nachdem man ja schon in Teil 3 eine ausführliche Beschreibung über die Herkunft von Pinhead bekommen hat. Dadurch erscheinen viele Dinge auf einmal viel schlüssiger und logisch, die ganze Geschichte erhält so viel mehr Transparenz und man erhält einen viel schlüssigeren Gesamteindruck der Gesamtgeschichte um Pinhead & Co, die bisher doch noch einige Fragen offengelassen hat. Dabei wird das Ganze auch hier sehr atmosphärisch und dicht in Szene gesetzt, alle 3 Geschichtsabschnitte beinhalten eine äusserst gelungene Grundstimmung und vermögen es jederzeit, den Zuschauer für sich einzunehmen. 

Der "Weltraum - Teil" des Films ist sicher Geschmackssache, aber ich finde die Idee gar nicht mal schlecht. Vor allem ist es ja auch nicht die einzige mehrteilige Reihe, in der das Weltall als Schauplatz genommen wurde (siehe Jason X). Gerade dieser extreme Kontrast von Mittelalter, Gegenwart und Weltall ist meiner Meinung nach das, was diesen Teil zu etwas ganz Besonderem macht. Und ganz egal, wie man persönlich zu diesem Film steht, es ist die Vielfältigkeit der Schaplätze, die den Film auf einen Sonderstatus hebt und ihm einen sehr fantastischen Anstrich verleiht. Es ist schon erstaunlich, wie sich in allen 3 Zeitepochen ein unglaublich intensives Horror-Feeling aufbauen kann, von dessen Wirkung man ganz einfach fasziniert sein muss, entfaltet es doch schon fast eine bannende Wirkung, der man sich einfach nicht entziehen kann.

Jedenfalls finde ich den Teil zu jeder Zeit spannend und er bietet auch gute und kurzweilige Unterhaltung. Schade ist eigentlich nur, das es die deutsche Version nur in gekürzter Form gibt, aber das ist ja in unserem Land beileibe keine Seltenheit. Bei diesem vierten teil handelt es sich auch gleichzeitig um den letzten Film der Reihe, der im Kino gestartet ist, die nachfolgenden 5 Ableger erschienen lediglich noch auf DVD. Und wenn man es genau nimmt, ist dies auch der Abschluss der Hellraiser-Reihe, denn die folgenden Titel hinterlassen doch den Eindruck einer eigenen Serie, die mit den Vorgängern nur noch recht wenig zu tun hat und sich auch von der Machart her von Teil 1-4 recht stark unterscheidet. Waren die ersten Filme doch ganz eindeutig im Horror-Bereich anzusiedeln, so tendieren Teil 5-8 doch vielmehr in die Richtung Thriller, was ganz sicher auch ein Grund dafür ist, das sie bei den Fans eher negative Kritik geerntet haben.




8/10

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