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Ikonen des Horrorfilms









Als Wes Craven 1984 die Figur des Freddy Krueger erschaffen und das erste Mal auf die Kinoleinwände losgelassen hatte, da konnte wohl kaum einer ahnen, welcher Popularität und Beliebtheit sich dieser fiktive Serien - Killer einmal erfreuen würde. Zur damaligen Zeit bot Freddy, der mit vollständigem Namen Frederick Charles Krueger heisst, etwas vollkommen Neues, einen Killer, der Jugendliche in ihren Träumen tötet. Das war neu, erfrischend und sehr innovativ und fand beim Publikum sehr großen Anklang, der bis in die heutige Zeit anhält.


Freddy ist der Sohn der Nonne Amanda Krueger, die irrtürmlicherweise mit 100 Geisteskranken in einem Turm eingesperrtund von denen vergewaltigt wurde. Aus diesen Vergewaltigungen heraus entstand dann ihr Sohn Freddy, der schon in frühen Kinderjahren soziopatische Züge erkennen ließ, indem er für sein Leben gern Tiere quälte und dann tötete. Nebenbei verletzte er sich auch noch selbst, indem er sich ständig Verletzungen zufügte.

Als Erwachsener entführte er dann 20 Kinder, die alle in der Elm Street im kleinen Städtchen Springwood lebten. Er schaffte die Kinder in ein altes Kraftwerk, in dem auch er mal gearbeitet hatte. Dort tötete er die Kinder und verbrannte die Leichen in einem Ofen. Nachdem er durch einen Verfahrensfehler vom Gericht freigelassen werden musste, nahmen die Eltern aus der Elm Street das Recht in die eigenen Hände und verbrannten Freddy im Keller seines eigenen Hauses. Seine Knochen versteckten sie später in einem roten Caddylack auf einem Schrottplatz. Durch einen Teufelspakt konnte Freddy jedoch nicht vollkommen zerstört werden, er erlangte die Fähigkeit, Kinder in ihren Albträumen zu quälen und zu töten. So sinnte er dann auch auf Rache und machte sich an die Kinder in der Elm Street heran, um sie für die Tat ihrer Eltern büßen zu lassen. Aufzuhalten ist er lediglich von Kindern oder Jugendlichen, die dazu in der Lage sind, ihre Träume zu kontrollieren.



Als Mr. Krueger noch als Mensch lebte, hatte er sogar eine Frau und eine Tochter, was aber auch erst im späteren Verlauf der Nightmare - Reihe zur Sprache kommt. Als seine Frau aber hinter sein grausiges Geheimniss kam, war ihr Leben selbstverständlich verwirkt und sie musste das Zeitliche segnen. Über die Tochter wird an anderer Stelle noch mehr zu berichten sein.

Freddy Krueger ist ein absolut einmaliges Unikat, was allein durch sein durch Brandwunden vollkommen vernarbtes Gesicht schon als Tatsache gegeben ist. Weitere Markenzeichen sind sicherlich der Pullover mit grünen und roten Streifen, der alte Hut und natürlich sein Tötungswerkzeug, der Handschuh mit den 4 Messerklingen. Aber als total unverwechselbar gilt sicher seine Art zu töten, denn keiner tut das mit so extrem viel Humor und Sarkasmus wie er. War Freddy im ersten Teil der Nightmare - Reihe noch eher etwas zurückhaltend mit seiner boshaften Art und seinen Sprüchen, so entwickelte er sich doch im Verlauf der reihe zu einem wahren Plappermaul, das mit Sarkasmus und bösen Sprüchen nicht gerade geizte. Seine Tötungsarten sind teilweise sehr innovativ und beinhalten auch in der Regel eine große Portion bitterbösen, schwarzen Humor.

Immerhin hat es der liebe Freddy zu 7 Kinofilmen gebracht, wenn man nur die Nightmare - Reihe nimmt. Hinzu kommt noch das Spinn - Off Freddy vs. Jason , in dem er auf einen anderen Heroen des Genres trifft, nämlich auf Jason Vorhees, von dem an anderer Stelle auch noch die Rede sein wird. Wer jetzt denkt, das dies alles war, der irrt sich, denn unser Freund hatte sogar eine eigene TV - Serie, von der es in Amerika zur Ausstrahlung von 2 Staffeln kam, bei uns in Deutschland erschienen allerdings lediglich 16 Folgen auf 8 VHS Cassetten, was am mäßigen Erfolg der Serie lag. Es handelte sich bei der Serie um Kurzgeschichten, bei denen sich allerdings die Fakten teilweise von denen der Film - Reihe unterschieden, weshalb die TV Serie auch als eigenständiges Werk angesehen werden sollte

Heutzutage zählt die Figur des Freddy Krueger zu den größten und beliebtesten Figuren des Horror - Genres , die Popularität ist immer noch ungebrochen und wird es auch sicher immer bleiben. Ganz egal, wie jung oder alt man ist, aber Freddy ist und bleibt eine absolute Ikone des Genres und weiss einen immer wieder zu begeistern.

Filmografie:

Nightmare on Elm Street

Nightmare 2 : Freddy's Rache

Nightmare 3 : Freddy Krueger lebt

Nightmare 4 : The Dream Master

Nightmare 5 : Das Trauma

Nightmare 6 : Freddy's Finale

Freddy's New Nightmare

Freddy vs. Jason

TV

Freddy's Nightmares










1980 erschien mit dem Film Freitag der 13., bei dem Sean S. Cunningham Regie führte, der erste Teil der bis jetzt langlebigsten Horrorfilm-Reihe. Gleichzeitig war dies auch die Geburtsstunde eines der bekanntesten und beliebtesten Figuren des Genres, nämlich Jason Vorhees. Auch wenn Jason in diesem ersten Teil der Reihe noch nicht selbst der Mörder ist, was auch noch in einem weiteren Teil der Fall ist, so zählt er sicherlich zu den härtesten Mördern der Filmgeschichte. Neben Michael Myers aus der Halloween-Reihe haben wir hier den zweiten Killer, dessen Markenzeichen eine Maske ist. Aber auch die berühmte Eishockeymaske von Jason ist nicht von Beginn an dabei, am Anfang läuft er sogar mit einer Art Jutesack durch die Gegend und meuchelt seine Opfer. Man kann wohl getrost davon ausgehen, das die Maske des Michael Myers als Idee dafür galt, das auch Jason eine Gesichtsbedeckung als Markenzeichen verpasst wurde.


Bei der Auswahl seiner Mordwerkzeuge ist Jason nicht gerade variabel, in den meisten Fällen benutzt er eine Machete, um seine Opfer zu töten, aber es kommt auch vor, das manch einer durch eine Heugabel, oder andere Dinge zu Tode kommt.

Zumeist ist die Gegend um den Crystal Lake das bevorzugte Revier von Jason, da er dort damals als Kind ertrunken ist, da einige der Aufsichtspersonen durch Sexspiele abgelenkt waren und ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind.

Aber Mr. Vorhees ließ sich halt auch nicht durch seinen eigenen Tod aufhalten und nimmt so Jahre später sehr grausame Rache an jedem, der in der Nähe des Crystal Lake anzutreffen ist. Dabei pflastern etliche Leichen seinen Weg, aber der Rachedurst des seelenlosen Killers ist einfach nicht zu stillen. So morderte Jason sich bisher durch immerhin 10 Filme der Freitag - Reihe und durch das Spin - Off Freddy vs. Jason.

Aber nicht immer ist die Gegend des Crystal Lke der Schauplatz des Geschehens, so kommt es, das im achten Teil der Reihe erst ein Schiff und dann die Stadt New York als Schauplatz dienen und im Film Jason X verschlägt es unseren Killer sogar in die Zukunft und in den Weltraum. Man kann also durchaus sagen, das unser Freund ganz schön rumgekommen ist, für genügend Abwechslung ist also gesorgt.

Natürlich verhält es sich mit Jason ähnlich wie mit Michael Myers, denn beide sind einfach nicht totzukriegen. Egal, ob man Jason mit einem Messer bearbeitet, oder ob man ihm etliche Kugeln in den Leib jagt, dieser Killer ist anscheinend nicht zu bezwingen. Man sollte auch bei dieser fiktiven Figur die Realität etwas hintenanstellen, aber in Sachen spannende und blutige Unterhaltung zählt Jason Vorhees definitiv zu den größten Entertainern des Genres.Cool, bedrohlich und unglaublich hart, das sind wohl die Begriffe, die Jason Vorhees am besten beschreiben und nebenbei besitzt er einen sehr hohen Unterhaltungswert.



Filmografie

Freitag der 13.
Freitag der 13. Teil 2
Freitag der 13. Teil 3
Freitag der 13. Teil 4
Freitag der 13. Teil 5
Freitag der 13. Teil 6
Freitag der 13. Teil 7
Freitag der 13. Teil 8
Jason goes to Hell
Jason X
Freddy vs. Jason











Chucky ist eigentlich eine "Good Guy-Puppe", die bei Kindern sehr beliebt ist und sogar einige Worte sprechen kann.

Doch unser kleiner Freund trägt den Geist des Serienmörders Charles Lee Ray in sich, den dieser kurz vor seinem Ableben durch ein magisches Ritual gerade noch in den Körper einer dieser Puppen transferieren konnte.

Von diesem Zeitpunkt an hat diese bestimmte Puppe ihr ganz eigenes Eigenleben und mutiert so zu einem Serienmörder, der im Körper dieser Puppe gefangen ist.

Chucky's Ansinnen besteht nun darin, seinen Geist schnellstens wieder in einen menschlichen Körper zu bekommen, wozu er sich in den ersten 3 Filmen den kleinen Andy Barclay ausgesucht hat. Aber der Umsetzung des Rituals kommt immer wieder etwas in die Quere, so das der Geist des Serienmörders weiterhin im Körper der "Good Guy-Puppe" gefangen bleibt. Selbst die größten Anstrengungen reichen nicht aus und so geht unser kleiner Freund halt in der Gestalt einer Puppe auf die Jagd, auf der etliche Leichen ihren Weg pflastern.

Chucky ist eine der Ikonen des Horrorfilms, aber er spaltet auch die Meinungen. Einige sehen in den Filmen um den kleinen Serienmörder keine ernsthaften Horrorfilme, für andere ist er absoluter Kult. Aber eines steht auf jeden Fall fest, die Sprüche von Chucky haben absoluten Kultstatus und seine Boshaftigkeit ist nur schwer zu überbieten. Auf seiner Jagd nach einem menschlichen Wirtskörper für seine Seele ist dem kleinen Kerl jedes Mittel recht, er geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, aber dennoch erreicht er sein Ziel nicht.

Chucky hat den Sarkasmus anscheinend für sich gepachtet, denn seine bitterbösen Sprüche triefen nur so vor Sarkasmus, Ironie und Boshaftigkeit. Das ist sowieso ein Hauptgrund, warum die Filme um den kleinen Puppen-Killer so beliebt sind, der rabenschwarze Humor. Alle seine Abenteuer sind damit vollgepackt und geben ihm damit seinen ganz eigenen Charme. Und ganz egal, ob Messer, Pistolen, oder andere Werkzeuge, Chucky ist einfach alles recht, um seine Gegner ins Jenseits zu befördern. Auch ist der kleine Kerl im wahrsten Sinne des Wortes ein Stehaufmännchen, denn auch wenn er am Ende der jeweiligen Filme anscheinend tot ist, so ist er einfach nicht unterzukriegen und ist im nächsten Film wie Phönix aus der Asche wieder auferstanden.

Ab dem vierten Film ist Chucky dann auch nicht mehr allein, sondern bekommt eine Braut, natürlich auch ein Mensch, der im Körper einer Puppe gefangen ist und hat somit Unterstützung bei seinen Morden. Allein die Beziehung der beiden Puppen kann dem Zuschauer schon manchmal Tränen vor Lachen in die Augen treiben, denn vor allem die genialen Dialoge haben es so manches mal in sich.

Damit aber nicht genug, denn im fünften und bis jetzt letzten Abenteuer des kleinen Kerls wird er sogar Vater, sein Sohn bekommt den passenden namen "Shit-Face". Aber ein sogenanntes trautes Familienleben ist nicht möglich, da der Sohnemann doch einen gänzlich anderen Charakter hat, wie der Herr Papa. So kommt es dann auch zu Spannungen untereinander, in dessen Verlauf sich die Familie gegen Chucky stellt.

Egal, wie man zu Chucky steht, er hat auf jeden Fall eine riesige Fan-Gemeinde, die den kleinen Kerl in ihr Herz geschloßen hat und ihm so auch zu einem gewissen Kultstatus verholfen hat, den man selbst als Chucky-Gegner nicht leugnen kann.


Filmografie

Chucky-Die Mörderpuppe
Chucky 2
Chucky 3
Chucky und seine Braut
Chuckys Baby












Im Jahre 1978 gelang es dem Regisseur John Carpenter, mit dem Film Halloween nicht nur eine der erfolgreichsten und beliebtesten Horrorfilm-Reihen zu starten, es war auch die Geburtsstunde der Legende Michael Myers.

Der stumme Killer, dessen Markenzeichen eine weisse Maske und zumeist Messer als Mordwerkzeuge sind.

Die Geschichte um den stoisch ruhigen Killer ist natürlich fiktiv, dennoch kann man sie durch einige Hinweise in den Filmen durchaus rekonstruieren.


Am 19.10.1957 wurde Michael in der fiktiven Stadt Haddonfield geboren, die aufgrund spärlicher Informationen einige Kilometer nordöstlich von Pontiac ( Illinois ) zu vermuten wäre. In der Halloween - Nacht 1963 tötet der 6 - Jährige Michael ohne ersichtlichen Grund seine 17 - Jährige Schwester Judith Margaret auf brutale Art und Weise. daraufhin wird er in das Smith's Grove - Warren County Sanitorium eingewiesen, wo er die nächsten 15 Jahre seines Lebens in einem katatonischen Zustand verbringt. Am 30.10.1978, also in der Nacht vor Halloween kann er entkommen. Sein Ziel ist seine Heimatstadt Haddonfield und dort wird er eine blutige Ernte halten.

Das Besondere, das die Figur des Michael Myers ausmacht, ist die Tatsache, das er als das personifizierte Böse dargestellt wird. So wird im von Beginn an die menschliche Seite genommen und der Zuschauer kann keine Verbindung mit dem Charakter aufnehmen, da er in normaler Form nicht existent ist. Michael ist ein vollkommen seelenloser Serien - Killer , der immer leicht behäbig und tapsig wirkt, aber im entscheidenden Moment eine ungeheure Schnelle an den Tag legt, die man ihm eigentlich nicht zugetraut hätte. Hinzu kommt die unheimliche Kraft, mit der er teilweise seine chancenlosen Opfer traktiert. Aber das Wichtigste überhaupt ist die Tatsache, das Michael aus irgendwelchen Gründen anscheinend einfach nicht zu töten ist. Gerade diese Dinge machen diese Figur so dermaßen interessant, das man auch über einige Logiklöcher in den Filmen durchaus hinwegsehen kann.

Bis in die heutige Zeit hat es 8 Filme der Halloween - Reihe gegeben, wobei der dritte Teil mitder eigentlichen reihe nichts zu tun hat und Michael dort auch nicht mitspielt. 2007 hat Rob Zombie dann das Original neu verfilmt, wobei man allerdings anmerken muß, das Michael in diesem Remake den Nymbus seiner Charakterisierung als das personifizierte Böse verliert, da Rob Zombie eine komplette Vorgeschichte eingebaut hat, in der man verfolgen kann, warum Michael zum seelenlosen Killer mutiert ist. Dieser vollkommen neue Aspekt ist zwar sehr interessant, verändert aber die Figur Michael Myers vollkommen, da sie nun menschliche Züge bekommen hat.Irgendwie ist ihm dadurch sehr viel von seiner ursprünglichen Bedrohlichkeit abhanden gekommen und das ist sehr schade.

Dennoch zählt Michael aber sicherlich zu den bekanntesten und auch beliebtesten Figuren des Genres und besitzt auch vollkommen zu recht einen absoluten Kultstatus, der ihm auch durch die Veränderung seines Charakters nicht genommen werden kann.

Filmografie:

Halloween - Die Nacht des Grauens

Halloween 2 - Das Grauen kehrt zurück

Halloween III - Season of the Witch

Halloween 4 - The Return of Michael Myers

Halloween 5 - The Revenge of Michael Myers

Halloween 6 - The Curse of Michael Myers

Halloween H 20 - 20 Years later

Halloween: Resurrection

Rob Zombie's Halloween










Heute widmen wir uns dem ältesten der bisher vorgestellten Serienkiller des Horror-Genres, nämlich dem guten Leatherface. Die Informationen über diese Ikone sind leider etwas spärlich geraten, aber nichtsdestotrotz darf er in dieser Reihe keinesfalls fehlen. Die Figur des Leatherface wurde auf jeden Fall durch den realen amerikanischen Serienmörder Ed Gein beeinflusst und erschien 1974 das erste mal auf Zelluloid, nämlich in dem Kultfilm Blutgericht in Texas, für den Tobe Hooper als Regisseur verantwortlich zeichnete.

Leatherface ist ein Mitglied einer degenerierten Kannibalen-Familie, die mit großer Begeisterung ihre Opfer auf sadistischste Art und Weise quält, bevor sie zerstückelt, gekocht und verspeist werden. Leatherface selbst ist ein ziemlich debiler, zurückgebliebener Mensch, dessen Markenzeichen es ist, eine Maske aus echter Menschenhaut zu tragen, nachdem er die Haut einem Menschen vom Kopf gezogen hat.

Seine Methode, die Menschen zu töten, ist eigentlich wenig innovativ und läuft immer nach dem gleichen Muster ab, die Opfer werden mit einem Fäustel erschlagen und dann mit einer Kettensäge zerstückelt. Die Kettensäge ist neben der Menschenhaut-Maske natürlich das zweite, sehr prägnante Markenzeichen unseres Killers.Vor allem eine Sache unterscheidet ihn von den bisher vorgestellten Horror-Ikonen, nämlich die Tatsache, das er der einzige, im Film wirklich lebende Serienkiller ist, nachdem die bisherigen Helden entweder von den Toten auferstanden sind, oder von einer nicht erklärbaren, bösen Macht trotz unzähliger Kugeln im Körper am Leben erhalten werden. Wenn man es also so will, ist Leatherface der erste, der ein "normales" Leben führt.

Insgesamt hat es unsere Ikone bis jetzt auf mittlerweile 6 Verfilmungen gebracht, wobei in den ersten 4 (alten Teile) keinerlei Anhaltspunkte über seine Herkunft gab. Erst die fünfte Produktion, nämlich das Remake von Michael Bay aus dem Jahre 2003 sorgte dafür, das 2006 ein Prequel dazu auf den Markt kam, das den Titel The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning trägt. In diesem Film wird die Vorgeschichte von Leatherface erzählt und so erfährt man also erst hier, das er eigentlich nur ein angenommenes Familienmitglied ist. Er wurde 1939 in einem Schlachthaus geboren und vom damaligen Chef seiner leiblichen Mutter in einem Müllcontainer entsorgt. Dort fand ihn seine Ziehmutter, nahm das damals schon hässliche und irgendwie entstellte Baby mit nach Hause und zog es auf. Nun weiss man wenigstens, wie es dazu kam, das unser Held in einer Kannibalenfamilie großgeworden ist. Nachdem die 2 letzten Filme mit einem großen Erfolg versehen waren, sieht es so aus, als wenn die Filmgeschichte von Leatherface noch nicht beendet sein sollte. Man kann also nur hoffen, das es noch weitere Mordgeschichten vom Mann mit der Kettensäge zu erzählen gibt.



Filmografie:

Blutgericht in Texas
The Texas Chainsaw Massacre 2
Leatherface: Texas Chainsaw Massacre III
Texas Chainsaw Massacre: Die Rückkehr
Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre
The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning











Bei Frankensteins Monster handelt es sich wohl auch in der heutigen Zeit noch immer um das populärste und bekannteste Monster der Filmgeschichte. Und wenn man an die Kreatur denkt, ist der Gedanke untrennbar mit dem Namen Boris Karloff verbunden.

Wohl kaum ein anderer Darsteller hat einer Figur des Horror-Genres eine so starke Präsenz und Identität verliehen, wie es hier der Fall ist. Und das alles, obwohl Karloff eigentlich gar nicht für diese Rolle vorgesehen war. Denn bevor der Theaterregisseur James Whale die Regie für die erste Tonverfilmung des Stoffes von Mary Shelley übernahm, war eigentlich Robert Florey als Regisseur vorgesehen.

Florey hatte auch schon das Drehbuch nach Peggy Weblings Bühnenstück adaptiert und wollte eigentlich Bela Lugosi in der Rolle des Monsters haben. Lugosi wollte diese Rolle aber nicht spielen, da er befürchtete, das sein Gesicht durch die Maske des Monsters nicht zu erkennen ist.

So kam es dann, das James Whale die Regie übernahm und der bis dahin noch nicht so bekannte englische Theaterdarsteller Boris Karloff die Rolle des Monsters übernahm und praktisch über Nacht zum Star wurde.

Die Rolle der Kreatur, die von Dr. Frankenstein aus Leichenteilen zusammengesetzt wurde und der das Gehirn eines Schwerverbrechers eingesetzt wurde, war Karloff wie auf den Leib geschnitten. Eigentlich sollte die Kreatur das Gehirn eines ganz normalen Menschen bekommen, doch durch einen Fehler von Fritz, dem Gehilfen von Dr. Frankenstein wurde ihr das falsche Gehirn eingesetzt. Als dann durch ein aufziehendes Gewitter ein Blitz einschlägt, gelingt es tatsächlich, das Monster zum Leben zu erwecken. Es scheint alles gut zu sein, doch schon bald wird der Gehilfe des Doktors von der Kreatur getötet, nachfem er sie mit einer Fackel gequält hat. Nachdem noch andere Menschen dem Monster zum Opfer fallen, wird es von den Dorfbewohnern in eine alte Windmühle gejagt, die kurz darauf in Brand gesetzt wird. In der ursprünglichen Fassung des Films stirbt das Monster beim Sturz von der Windmühle, doch diese Version kam bei Testvorführungen nicht gut beim Publikum an, weswegen dann das bekannte Ende nachgedreht wurde, in dem das Monster schwerverletzt überlebt.

So war der Weg frei für weitere Verfilmungen von Universal, in denen auch andere Darsteller in die Rolle des Monsters schlüpften. In Frankenstein kehrt wieder (1942) war es Lon Chaney Jr., in Frankenstein trifft den Wolfsmenschen (1943) dann doch einmal Bela Lugosi und in Frankensteins Haus (1944), Draculas Haus (1945) und Abbott und Costello treffen Frankenstein (1948) war es jeweils Glenn Strange, der das Monster verkörperte. Dabei sollte man noch erwähnen, das alle diese Darsteller natürlich im bekannten Design wie Boris Karloff auftraten. - Das Monster war ein Markenzeichen und eine Ikone des Genres geworden.

Wenn man in der heutigen Zeit den Namen Frankenstein hört, assoziiert man das eigentlich fast immer mit der Kreatur und weniger mit dem Schöpfer. Das ist sicherlich ein Phänomen, an dem sicherlich Karloffs Darstellung, aber wohl vor allem die Maske des Monsters ihre "Mitschuld" tragen. Dr. Frankenstein, der ja die eigentliche Hauptfigur des Films, wurde und wird in vielen der unzähligen Verfilmungen, gerät eigentlich immer etwas in den Hintergrund, denn der Star ist fast immer die Kreatur (wobei es eine Ausnahme gibt - dazu ein andermal mehr).

Einen sehr großen Anteil daran hat sicher auch der damalige Maskenbildner Jack Pierce, der für das charakterischtische und kantige Aussehen des Monsters verantwortlich war. Auch in vielen späteren verfilmungen wurde von den Regisseuren auf die Maske mit den Elektroden an den Seiten zurückgegriffen, sofern man sich das Einverständnis von Universal eingeholt und die fälligen Lizenzgebühren bezahlt hatte. Universal hat sich nämlich die Copyrights für seine Horrorfiguren Dracula, Frankensteins Monster und den Wolfsmenschen gesichert, wobei nicht nur die Figuren, ihr Aussehen und die Kleidung, sondern auch bestimmte Gesten geschützt sind. Und so ist neben Karloff als Darsteller auch die Maske des Monsters zu einer absoluten Ikone des Genres geworden.

Auch, wenn Karloff die Rolle des Monsters in lediglich 3 Universal-Klassikern gespielt hat, nämlich in Frankenstein (1931), Frankensteins Braut (1935) und Frankensteins Sohn (1939), so hat seine Darstellung des Monsters die Figur bis in die heutige Zeit geprägt. So ist es auch aus heutiger Sicht der Fall, das man viel eher Sympathie für die Kreatur empfindet, als das man sie als wirkliche Bedrohung ansieht. Da das Monster als eher naiv und kindlich dargestellt wird, was vor allem Karloffs Darstellung zu verdanken ist, bekommt man eher Mitleid, da sich das Monster ja auch lediglich einsam fühlt und nur auf Grund seines Aussehens von den Menschen abgelehnt und gefürchtet wird.

Das die Empfindungen für die Kreatur zur damaligen Zeit teilweise vollkommen anders waren, sieht man allein an der berühmten Szene, in der das Monster mit dem kleinen Mädchen Maria in kindlicher Weise am Wasser spielt. In der Uraufführung des Films wurde diese Szene gelürzt, In der gekürzten Version sieht man lediglich, wie das Monster auf das Mädchen zuläuft und nach einem Schnitt wieder vom aufgewühlten Wasser wegläuft. So entsteht eine vollkommen andere Aussage dieser Szene, wodurch fast zwangsläufig auch ein total anderer Eindruck der Kreatur entsteht.

Eigentlich ist es ja eher selten, das man für ein menschenmordenden Monster so etwas wie Mitleid, oder gar Sympathie empfindet, aber im Fall von Frankensteins Monster liegt hier wohl eine der ganz wenigen Ausnahmen vor. Denn durch die vorliegende Ablehnung der Menschen, die natürlich auf Grund des Aussehens auch nachvollziehbar ist, entsteht automatisch die Verstörung des Monsters, das die Ablehnung in seinem kindlich-naiven Gehirn nicht verstehen kann und daraufhin mit Wut und Gegenwehr reagiert. Das alles wird von Boris Karloff in einer sehr ausdrucksstarken und unnachahmlichen Art und Weise dargestellt, die wohl bis heute absolut unerreicht ist.

Trotz der unzähligen Verfilmungen, die der Stoff von Mary Shelley mittlerweile erfahren hat und unter denen es wirklich sehr gute Verfilmungen gab, werden wohl die alten Universal-Klassiker mit Karloff in der Rolle der Kreatur immer das Maß der Dinge sein, jedenfalls dann, wenn es um das Monster selbst geht. Da nützt auch eine sehr gute Darstellung von Robert De Niro in der Rolle der Kreatur aus dem Film Mary Shelley`s Frankenstein von 1994 nichts (vor allem, da sie ohne die berühmte Maske war), Boris Karloff hat dieser Figur Leben eingehaucht und sie gleichzeitig unsterblich gemacht.










Dr. Frankenstein ist die Titelfigur des gleichnamigen Romans von Mary Shelley. In der Verfilmung von 1931 ist es die Geschichte eines Wissenschaftlers, der von der Idee besessen ist, künstliches Leben zu erschaffen. Um dem Rätsel des Lebens auf die Spur zu kommen, erschafft er eine Kreatur, die aus verschiedenen Leichenteilen zusammengesetzt wird und das Gehirn eines Toten erhält. Dabei unterläuft ein folgenschwerer Fehler, denn anstatt dem Gehirn eines "normalen" Menschen wird der Kreatur das Gehirn eines Mörders eingesetzt. Ein Gewitter kommt dem Dr. zur Hilfe, denn ein Blitz, der in die vom Doktor aufgebauten Apparatur einschlägt, bewirkt letztendlich, das die Kreatur wirklich zum Leben erweckt.

Doch anders, wie von Frankenstein erwartet, entgleitet das Monster seiner Aufsicht und tötet mehrere Menschen, was natürlich eine Hetzjagd der Menschen auf das Monster nach sich zieht. Das Monster wird in eine alte Windmühle getrieben, die daraufhin angezündet wird und abbrennt.

In den unzähligen Verfilmungen, die auf Mary Shelleys Roman basieren, wird aus dem eigentlichen Titelhelden Dr.Frankenstein eigentlich meist eher eine Art Randfigur, der verhältnismäßig wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Gründe dafür sind hauptsächlich darin zu sehen, das die damalige Darstellung des Monsters durch Boris Karloff so genial war, das fast immer die Kreatur im Vordergrund stand und bei den Zuschauern eine viel größere Beliebtheit erlangte, als der Titelheld selbst.

Erst als die Anfang der 50 er Jahre in London gegründeten Hammer Studios 1957 den Film "Frankensteins Fluch" rausbrachten, änderte sich das, denn anders , als in der Version von 1931, die unter der Regie von James Whale entstand, stand hier nicht die Kreatur, sondern die Person des Baron Frankenstein im Vordergrund. Gespielt wurde dieser in Terence Fisher's Version des Frankenstein-Themas von Peter Cushing, der zu einem der Stammschauspieler der Hammer Studios werden sollte, wie zum Beispiel auch ein Herr namens Christopher Lee (Dracula), über den an anderer Stelle noch ausführlich die Rede sein wird. Interessant ist aber dennoch, das Lee in diesem Film die Rolle der Kreatur gespielt hat.

Die Hammer Studios produzierten zu der Zeit etliche klassische Horrorfilme und zwar alle mit recht geringem Budget. "Frankensteins Fluch" war so erfolgreich, das man daraufhin noch einige direkte Fortsetzungen drehte und nach der Frankenstein-Thematik auch die zweite Ikone der Universal Studios mit ins Boot nahm, nämlich Dracula, dessen Neuauflage auch mehrere Fortsetzungen nach sich zog.

Durch Peter Cushing in der Titelrolle hatte nun auch der doch immer etwas nebensächlich behandelte Chrakter des Dr.Frankenstein endlich Gewicht und vor allem ein Gesicht bekommen. Der Stellenwert der Person wurde extrem aufgewertet und die Kreatur geriet in den Hammer-Verfilmungen etwas mehr ins Abseits, ohne jedoch ganz vergessen zu werden. Der große Erfolg der Hammer-Versionen des Frankenstein-Themas ist sicherlich der charismatischen Darstellung des Titelhelden durch Peter Cushing zu verdanken, der zu einem der größten Stars dieser Zeit wurde.

1958 erschien der wiederum unter der Regie von Terence Fisher entstandene Film "Frankensteins Rache", der eine direkte Fortsetzung von "Frankensteins Fluch" darstellt. Dr. Frankentein, der dem Tod durch die Guillotine entgangen ist, indem er den Henker bestochen hatte, wird von einem anderen Arzt erkannt und daraufhin erpresst. Um sein Geheimnis zu wahren, muß er mit dem Arzt zusammen eine neue Kreatur erschaffen. Am Ende des Films stirbt Dr.Frankenstein, doch vorher gelingt es seinem Partner, das Gehirn des sterbenden Doktors in einen Ersatzkörper zu transplantieren.

Mit "Frankensteins Ungeheuer" erschien 1964 der nächste Frankensteinfilm der Hammer-Reihe. Bei diesem Film handelt es sich um den einzigen Teil der Reihe, bei dem mann den Universal-Look der Kreatur übernommen hat und der nicht unter der Regie von Terence Fisher entstand. Diemal zeichnete Freddie Francis für die Regie verantwortlich, da Fisher zu der Zeit einen Autounfall erlitt. Das Drehbuch zum Film schrieb übrigens Hammer-Chef Anthony Hinds persönlich, allerdings unter dem Pseudonym "John Elder". Wenn man dem "Lexikon des Horrorfilms" glauben darf, dann gilt dieser Film als bester der britischen Horror-Reihe, doch bei den Fans der Hammerfilme gilt der Teil eher als umstritten, da er Handlungselemente sowohl der Frankenstein-Reihe von Hammer, wie auch der von Universal enthält und viele Fans das für nicht kompatibel halten. Interessant ist auch noch die Tatsache, das vor der ersten TV-Ausstrahlung des Films im Jahr 1968 einige zu brutale Szenen gekürzt oder herausgeschnitten wurden. Um aber die Sendezeit für das Fernsehen auf 2 Stunden zu erhöhen, wurde nachträglich gedrehtes Filmmaterial eines anderen Regisseurs beigefügt.

1967 erschien dann der mittlerweile vierte Teil der Farnkenstein-Reihe, nämlich "Frankenstein schuf ein Weib", bei dem wieder Terence Fisher die Regie führte. Diesmal versuchte man, neue Wege zu gehen, denn erstmalig wurde hier kein künstliches Monster aus Leichenteilen geschaffen, sondern die Seele einer verstorbenen Person in einen anderen Körper transferiert. Vielleicht wird dieser Teil auch aufgrund dieser Tatsache von einigen Leuten als Mischung aus Horror und Nonsens angesehen. Als weitere Besonderheit des Films ist die Tatsache anzusehen, das während der gesamten Laufzeit nicht eindeutig ersichtlich ist, in welchem Land der Film wirklich spielt, auch wenn die Kleidung wohl der schweizer Mode des endenden 19. Jahrhunderts ähnelt.

"Frankenstein muß sterben", so lautet der Titel des 1969 erschienenen fünften Teil der Reihe. In wohl keinem anderen Teil der Reihe wird der Charakter des Doktors so grausam und kaltblütig dargestellt, denn hier schreckt er selbst vor Mord, Erpressung und Vergewaltigung zurück. Vor allem in einem Punkt hält sich dieser Film sehr genau an die literarische Vorlage, denn hier wird die geschaffene Kreatur nicht als Wesen dargestellt, das nicht sprechen kann und nur Grunzlaute von sich gibt, sondern durchaus in der Lage ist , zu sprechen und sich am Ende gegen seinen Schöpfer wendet.

1970 erschien mit "Frankensteins Schrecken" ein Film, der eigentlich nicht zur eigentlichen Frankenstein-Reihe gezählt wird. Vielmehr kann man diesen Film lediglich als loses Remake von "Frankensteins Fluch" ansehen. Hier führte auch nicht Terence Fisher, sondern Jimmy Sangster Regie und die Rolle des Doktors spielte Ralph Bates. Angeblich wollten die Hammer Studios durch einen jüngeren Darsteller in der Rolle des Dr. Frankenstein ein jüngeres Publikum ansprechen.

Mit "Frankensteins Höllenmonster" erschien dann im Jahr 1974 der letzte Teil der Frankenstein-Reihe aus den Hammer Studios. Ein letztes mal spielte der charismatische Peter Cushing seine Paraderolle und Terence Fisher führte wieder die Regie. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern hatte dieser Teil das kleinste Budget überhaupt, was sich besonders durch die klaustrophobisch engen Sets wiederspiegelt. Auch für das Make Up der Kreatur war kein Geld vorhanden, so das der Maskenbildner Eddie Knight als kostengünstige Alternative eine starre Vollmaske anfertigte. Der Schauspieler David Prowse, der den meisten eher als der "Darth Vader" aus der Star Wars Saga bekannt ist, spielte hier nach "Frankensteins Schrecken" das zweite mal die Rolle der Kreatur. Erwähnenswert ist auch noch die Tatsache, das dieser Film in Deutschland weder im Kino noch im TV lief.

Abschließend muß man sagen, das Peter Cushing wohl die absolut beste Besetzung war, die man für den Charakter des Dr.Frankenstein finden konnte. Durch diesen Glücksfall bekam der eigentliche Titelheld der literarischen Vorlage endlich den Stellenwert, den er verdiente und das Horror-Genre einen weiteren unvergesslichen Darsteller.