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Schöpfer des Grauens









Dario Argento wurde am 7. September 1940 in Rom geboren. Er ist der Sohn des Produzenten Salvatore Atgento und des brasilianischen Models Elda Luxardi. Bevor Argento selbst als Regisseur tätig wurde, schrieb er längere Zeit Filmkritiken für Tageszeitungen und betätigte sich nebenbei als Drehbuchautor. So schrieb er zum Beispiel zusammen mit Bernardo Bertolucci die Story für Sergio Leone's Meisterwerk Spiel mir das Lied vom Tod.

Seine ersten eigenen Regie-Arbeiten fielen in den Bereich des italienischen Spannungs-Thriller, der besser unter dem Namen Giallo bekannt ist. Nicht umsonst gilt Argento als einer der prägenden Mitschöpfer dieses Sub-Genres. Seine ersten 3 Filme zählten allesamt zu diesem Sub-Genre und gelten aus der heutigen Sicht schon längst zu den Klasikern. Es handelt sich dabei um die Titel Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1969), Die neunschwänzige Katze (1970) und Vier Fliegen auf grauem Samt (1971). Vom letztgenannten Titel gibt es leider bis heute noch immer keine offizielle deutsche DVD-Veröffentlichung, was vielen Fans ein sehr großer Dorn im Auge ist.


Mit dem 1973 erschienenen Film Die Halunken schuf Argento etwas vollkommen anderes, denn bei diesem Film handelt es sich um eine Mixtur aus Kriegsfilm und Komödie. Doch nur 2 Jahre später, also 1975 kehrte er zu seinen Wurzeln zurück und schuf mit Profondo Rosso (Deep Red) einen Giallo der Extraklasse, der heute noch als einer seiner besten Filme gilt.

Dann kam das Jahr 1977, in dem Argento mit Suspiria wohl sein absolutes Meisterwerk ablieferte. Mit diesem Film ging Argento auch neue Wege und erschuf einen sehr ästhetisch anmutenden Horrorfilm mit starken Elementen des Gothic Horrors. Suspiria bildete gleichzeitig den ersten Teil der 3 Mütter Trilogie. Dabei handelt es sich um 3 Hexen, deren Häuser sich an 3 zentralen Punkten der Welt befinden und von dort aus die Weltgeschicke lenken wollen. Der zweite Teil dieser Trilogie erschien 1980 und trägt den Namen Inferno. Bei diesen Filmen ist vor allem Argento's sehr kräftiges Spiel mit den Farben zu bestaunen, bei dem er sichtlich von den Arbeiten Mario Bava's, insbesondere seinem Klassiker Blutige Seide inspiriert wurde. Eigentlich konnte man nicht mehr unbedingt davon ausgehen, das die 3 Mütter Trilogie noch einmal ihren Abschluss finden würde, doch nach 27 Jahren war es dann 2007 doch soweit und mit dem Film La Terza madre ( Mother of Tears) wurde endlich die Trilogie komplettiert.

Zwischen den ersten beiden Teilen der Trilogie erlangte Argento 1978 sehr große Bekanntheit, als er als Produzent und Script Consultant an George A. Romero's Dawn of the Dead mitwirkte und gleichzeitig für den sogenannten Argento-Cut des Films verantwortlich zeichnete. Nebenbei war er auch für die musikalische Untermalung des Films durch die Band Goblin verantwortlich, die dem European Cut beiwohnt.

Mit Ausnahme von seinem 1985 erschienenen Film Phenomena, der eine eher übersinnliche Thematik hat, widmete sich Argento dann wieder eher dem Giallo zu, denn fast alle folgenden Werke gingen wieder in die Richtung des italienischen Spannungs-Thrillers, jedoch fielen einige Filme um einiges härter aus, als es noch in seinen Frühwerken der Fall war. So schlugen vor allem die Titel Tenebrae (1982) und Terror in der Oper (1987) eine härtere Richtung ein und zeigten auch einige Splatter / Gore Elemente.

Danach folgten noch die Produktionen Aura (Trauma 1993), Das Sthendal Syndrome (1996), Argento' Interpretation von Phantom der Oper (1998) und Sleepless (2001). Hierbei sollte man anmerken, das Phantom der Oper, in dem auch Argento's Tochter Asia Argento die Hauptrolle spielte, wie auch in das Sthendal Syndrome, wohl eines seiner schwächsten Werke darstellt. Die Filme, die dann aber nach Sleepless folgten, konnten leider nicht mehr annähernd die Qualität früherer Werke erreichen, vor allem The Card Player (2004) erwies sich als totaler Flop und wird auch als eigentlich schwächster Film des Maestro's gehandelt.

2005 erschien dann mit Do you like Hitchcock eine für das italienische TV produzierte Hommage an den Master of Suspense und 2 Produktionen für die Serie Masters of Horror (Jennifer, Pelts).Wenn man den im Internet verbreiteten Informationen trauen darf, dann kommt demnächst mit dem Film Gialli der nächste Streich des Altmeisters auf uns zu.




Filmografie:

Als Regisseur


Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe
Die neunschwänzige Katze
Vier Fliegen auf grauem Samt
Die Halunken
Rosso - Die Farbe des Todes
Suspiria
Horror Infernal
Tenebre
Phenomena
Terror in der Oper
Due occhi diabolici
Trauma (Aura)
La Syndrome die Sthendal
Phantom der Oper
Non ho sonno
Il Cartaio
Jenifer
Ti piace Hitchcock?
Pelts
La Terza madre

Als Drehbuchautor

Friedhof ohne Kreuze
Der Dicke ist nicht zu bremsen
Hölle vor dem Tod
Commandos
Spiel mir das Lied vom Tod
Probabilita zero
Die zum Teufel gehen
Der Dampfhammer
Dein Wille geschehe, Amigo
Wax Mask









John Howard Carpenter wurde am 16.01.1948 in Carthage im Bundesstaat New York geboren. Aufgewachsen ist er allerdings in Bowling Green (Kentucky), wo er auch die Western Kentucky University besuchte, an der übrigens auch sein Vater als Leiter der Musikabteilung angestellt war.

Daher kommt auch Carpenters Liebe zur Musik, was man ja auch an den Soundtracks seiner Filme bemerkt, die Musikalität liegt halt in der Familie. Später dann besuchte er die University of Southern California, wo er auch im Rahmen seiner Studienarbeit als Autor an dem Oscar-prämierten Kurzfilm "The Resurrection of Broncho Billy" mitarbeitete. Denn Carpenters Schaffen bezieht sich keineswegs nur auf die Arbeit als Regisseur, der Mann ist weitaus vielseitiger, so ist er Regisseur, Drehbuchautor, Produzent, Schauspieler und auch Filmmusikkomponist.

Für viele Leute gilt Carpenter als Erfinder des neuzeitlichen Horrorfilms, doch er hat auch Filme gedreht, die zum Beispiel aus den Bereichen Action und Science-Fiction kommen. Bei seinem Schaffen beeinflusst wurde er nach eigenen Aussagen von Regisseuren wie Alfred Hitchcock und Howard Hawks. Aber auch die Serie "Twilight Zone" nahm Einfluss auf seine Arbeiten. Den Einfluss von Hitchcock kann man aber ehrlich gesagt nur in einem Film von Carpenter erkennen und das ist "Das unsichtbare Auge" (Someone's watching Me) von 1978.

Da Carpenter ein eher menschenscheuer Typ ist, setzt er in seinen Filmen immer eher auf altbekannte Darsteller und verzichtet auch gern auf die großen Superstars. Dabei ist zum Beispiel Kurt Russel sein absoluter Liebling, der in immerhin fünf Filmen von Carpenter mitspielt. Zu den anderen Darstellern, die in mehreren Filmen des Regisseurs mitspielten, zählen zum Beispiel Tom Atkins, Mark Hamill, Donald Pleasence, Jamie Lee Curtis, oder auch Adrienne Narbeau, mit der er von 1979-1984 sogar verheiratet war. Seit 1990 ist er mit Sandy King verheiratet, die seit dem Film "Sie leben" (1988) auch die meisten seiner Filme produziert.

John Carpenter zählt sicherlich zu den besten Regisseuren unserer Zeit und das nicht nur im Bereich des Horrorfilms. Schon bevor er 1978 seinen schon fast legendären Film Halloween präsentierte, hatte er sehr bekannte Filme wie Dark Star (1974), oder auch Assault - Anschlag bei Nacht (1976) gedreht, die mittlerweile als absolute Kultfilme gelten. Mit Halloween war Carpenter auch im Horror-Genre angekommen und hat dort auch seinen Stempel hinterlassen, denn kaum ein anderer Regisseur versteht es wohl so meisterhaft, seine Filme mit einer so ausgezeichneten und bedrohlichen Atmosphäre zu versehen wie er es tut. Und dabei sollte man wirklich anmerken, das die meisten seiner Werke eher wenig visuelle Härte, oder gar Splatter-Gore Szenen beinhalten. Die Filme bestechen durch eine meist sehr gute und interessante Handlung, die extrem dichte und bedrohliche Atmosphäre und einen wirklich sehr straff gespannten Spannungsbogen, der sich auch immer den ganzen Film über auf einem sehr hohen Level bewegt.

Beste Beispiele dafür stellen Filme wie The Fog - Nebel des Grauens (1979), Die Fürsten der Dunkelheit (1987), oder auch Die Mächte des Wahnsinns (1994) dar, in denen kaum härtere Szenen vorhanden sind, die Filme es aber dennoch verstehen, den Zuschauer zu fesseln und absolut zu faszinieren. Und gerade das ist in der heutigen Zeit, wo Horrorfilme für viele nur gut sind, wenn sie extreme Härte beinhalten, eine sehr wohltuende Abwechslung.

Aber auch im Bereich des Genre-Mix hat Carpenter schon immer ein goldenes Händchen bewiesen, allein, wenn man sein 1982er Remake des Klassikers Das Ding aus einer anderen Welt betrachtet, in dem er einen fast perfekten Mix aus SciFi-und Horror kreierte, der sicherlich als eines der besten Remakes überhaupt anzusehen ist. Aber auch in Filmen wie Die Klapperschlange (1981), oder Big Trouble in Little China (1986) beweist er sein Talent, verschiedene Genres miteinander zu verbinden: Besonders erwähnenswert finde ich auch die Tatsache, das in allen Bereichen, in denen er Filme gedreht hat, eigentlich immer ein Film dabei ist, der heute als absoluter Kultfilm gehandelt wird (Halloween, Die Klapperschlange, Dark Star, Assault - Anschlag bei Nacht). Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man behauptet, das dies nicht vielen Regisseuren gelungen ist und es zeigt auch, das es sich bei John Carpenter um ein wirkliches Multi-Talent handelt.

Ein weiterer wichtiger und erwähnenswerter Punkt sind die Soundtracks, für die er in den meisten seiner Werke selbst zuständig war und von denen einige heute auch Kultstatus besitzen, wie zum Beispiel die Soundtracks der Filme Halloween, Die Klapperschlange, oder Assault - Anschlag bei Nacht. Durch die von ihm selbst geschaffene Filmmusik vermag es Carpenter, die von Haus aus schon geniale Atmosphäre seiner Filme noch mehr zu intensivieren, so dass viele seiner Werke ein nahezu perfektes Gesamtwerk ergeben.












Wesley Earl Craven wurde am 2. August 1939 in Cleveland, Ohio, in den USA geboren. Er ist ein amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor und zählt wohl vor allem im Horror-Genre zu den einflussreichsten Regisseuren.

Er hat einen Master in Writing and Philosophy, den er an der John Hopkins University in Baltimore erworben hat. Vor seiner Karriere als Regisseur war Craven als Lehrer tätig. Mittlerweile ist er schon zum dritten Mal verheiratet und hat 2 Kinder aus erster Ehe.

Seinen ersten Film als Regisseur, Together, drehte Craven 1971 zusammen mit Sean S. Cunningham, der ja später durch seinen Film Freitag der 13. berühmt werden sollte.


Dann kam das Jahr 1972, in dem Wes Craven einen Film rausbrachte, der das Genre maßgeblich beeinflussen sollte, nämlich Das letzte Haus links, der auch unter den Namen The last House on the left, oder Mondo Brutale bekannt ist. Dieser Film revolutionierte das Genre und setzte auch neue Maßstäbe im Bezug auf die Darstellung von Gewalt und Folter. Bis heute ist dieser Film noch immer sehr umstritten, doch gilt er als der "Rape and Revenge-Film" überhaupt. Allein das perfide psychische Katz-uns Mausspiel, das sich hier zwischen Peinigern und Opfern abspielt, wirkt auf den Zuschauer extrem brutal und verstörend. Sicherlich gilt dieser Klassiker auch als Vorlage für weitere Filme dieser Art, wie zum Beispiel I spit on your grave aus dem Jahr 1978, der unter der Regie von Meir Zarchi entstand.

1977 schaffte Craven mit dem Film The Hills have Eyes - Hügel der blutigen Augen seinen nächsten Volltreffer. Der Film wurde sogar ein noch größerer Erfolg als The last House on the left. Craven blieb auch hier seinem Stil treu und schaffte es durch seine Gradlinigkeit wieder starke Verstörung beim Zuschauer hervorzurufen. Die Geschichte einer Familie, die in Kontakt mit kannibalistischen Mutanten gerät, erlangte mittlerweile auch im Jahre 2006 eine Neuauflage, die unter der Regie von Alexandre Aja entstand und bei der Wes Craven als Produzent auftritt. Das Original ist bis in die heutige Zeit hinein ein weiterer, maßgeblich beeinflußender Film des Genres.

Danach folgten Filme wie Nightkill - Eine tödliche Bedrohung (1978), Gesichter des Teufels (1981) und Das Ding aus dem Sumpf (1982), bevor er 1984 mit dem Film Nightmare - Mörderische Träume eine der beliebtesten Horror-Reihen aller Zeiten einläutete und gleichzeitig eine Ikone des Horror's schuf, nämlich Freddy Krueger. Es gibt nicht wenige Leute, die behaupten, das Craven auch erst mit diesem Film der endgültige Durchbruch gelungen ist. Die Geschichte um den in Albträumen killenden Serienmörder war etwas vollkommen Neues und Innovatives, so etwas gab es bis dahin nicht. Kein Wunder also, das aus dem Film eine siebenteilige Reihe wurde, wobei Craven allerdings lediglich noch beim letzten Teil Freddy' New Nightmare (1994) als Regisseur tätig war, um der Reihe einen gelungenen Abschluß zu geben. Dieses Ansinnen wurde allerdings 2003 durch das Spin Of Freddy vs. Jason wieder relativiert.

1985 erschien dann mit Im Todestal der Wölfe die Fortsetzung zu The Hills have Eyes, allerdings konnte dieser Film die Erwartungen der Fans nicht ganz erfüllen, obwohl er im direkten Zusammenhang mit dem ersten Teil steht. Ganz anders verhält es sich da beim 1992 erschienenen Film Mindripper, bei dem Craven lediglich als Produzent auftritt. Dieser Film wird als dritter Teil der Reihe gehandelt, obwohl er mit den ersten beiden eigentlich so gut wie nichts mehr zu tun hat.

Auch 1985 erschien die Neuauflage der TV Serie Twillight Zone, die schon von 1959-1964 mit großem Erfolg lief. Bei dieser Neuauflage führte Craven neben Hollywood-Größen wie William Friedkin (Der Exorzist) Regie. Für diese Neuauflge waren auch Leute wie Stephen King oder Sydney Sheldon als Drehbuchautoren tätig. Allerdings schaffte es diese Neuauflage der Serie nur auf ca. 64 Episoden (je nach Schnittzusammenstellung), die Original-Serie hatte immerhin 156 Episoden, die auf 5 Staffeln verteilt waren.

Craven drehte danach auch interessante Horrorfilme, wie beispielsweise Die Schlange im Regenbogen (1988), der sich insbesondere durch seine sehr interessante Voodoo-Thematik und seine extrem dichte Atmosphäre auszeichnet, oder auch Shocker (1989), in dem ein Serienmörder trotz seiner Hinrichtung nicht totzukriegen ist und als eine Art Geistwesen zurückkommt, um weiter zu töten.

1992 erschuf er dann zusammen mit Thomas Baum die 6-teilige TV-Serie Nightmare Cafe, bevor er 1994 für den letzten Teil der Nightmare-Reihe verantwortlich zeichnete und auch selbst in dem Film mitspielte. 1995 erschien dann sein satirischer Vampir-Beitrag Vampire in Brooklyn, in dem er Rassen-und Horrorklischees durch den Kakao zog. Allerdings floppte dieser Film an den Kinokassen, da konnte auch das Mitwirken von Eddie Murphy nichts daran ändern.

Und dann kam das Jahr 1996, in dem Wes Craven dem zu der Zeit totgeblaubten Slasher-Genre neues Leben einhauchte, denn mit seinem Film Scream löste er eine ungeahnte Welle von sogenannten Teenie-Slashern aus, die bis heute noch nicht gestoppt ist. Craven hat es hier perfekt verstanden, das Horror-Element mit viel Humor und Ironie zu verbinden und trotz des enthaltenem Humors extreme Spannung und eine sehr dichte Atmosphäre zu schaffen. Der kommerzielle Erfolg von Scream wurde durch Scream 2 (1997) sogar noch übertroffen, wohingegen der dritte Teil der Trilogie (2000) von den Fans als schwächster Teil der Reihe angesehen wird, wobei er meiner Meinung nach einen runden und guten Abschluß der Geschichte darstellt.

Neben seiner Arbei an den Scream-Filmen drehte Craven noch den Film Music of the Heart (1999), der die wahre Geschichte einer Musiklehrerin aus Brooklyn erzählt und der Meryl Streep immerhin eine Oscarnominierung als beste Hauptsarstellerin einbrachte. Nachdem er 1000 mit der Fertigstellung der Scream-Trilogie wieder zum Horror-Genre zurückgekommen war, erschien im Jahre 2005 sein Werwolffilm Verflucht, der sich aber als finanzieller Flop herausstellte, obwohl der Film, wie ich finde, gar nicht mal so schlecht ist, aber das ist natürlich Ansichtssache.

Im gleichen Jahr wagte er sich aber auch wieder aus dem Horror-Genre heraus und brachte mit Red Eye einen wirklich guten Thriller auf den Markt, in dem er mehr auf eine psychologische Art des Horrors setzte. Mit diesem Film signalisierte Wes Craven auch seine Abkehr vom Slasher-Film und es bleibt abzuwarten, ob der Altmeister noch einmal dorthin zurückkehrt.

Neben seinen ganzen Regie-Arbeiten ist Wes Craven auch noch als Produzent einiger sehr bekannter Filme wie beispielsweise Wishmaster (1997), oder den beiden Neuauflagen der The Hills have Eyes-Filme (2006, 2007) aufgetreten , zeichnet zudem als Produzent für die Reihe Wes Craven präsentiert verantwortlich und wirkt auch des öfteren vor allem in seinen eigenen Filmen wie Shocker, die Scream-Trilogie, oder auch Red Eye als Schauspieler mit. Man sieht also, das dieser Mann ein kleines Multi-Talent ist, dessen Fähigkeiten sich nicht nur auf eine Sache beschränken.













Alexandre Aja wurde am 7. August 1978 in Paris geboren. Mit bürgerlichem Namen heisst er Alexandre Jouan Arcady. Er ist der Sohn des französischen Filmemachers Alexandre Arcady und der Filmkritekerin Marie Jouan. Er ist mit der marokkanischen Filmemacherin Laila Marrakchi verheiratet. Bevor Aja als Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent berkannt wurde, kam er schon in frühester Kindheit mit dem Film in Berührung.

Im zarten Alter von 4 Jahren spielte er in dem Film "Der Super-Boss "(Le Grand pardon) mit und nur ein Jahr später war er auch in dem Film "The Big Carnival" (Le Grand carnaval) als Darsteller zu sehen, bei beiden Filmen führte sein Vater Regie. Ebenfalls als Schauspieler war er auch in einem weiteren Film seines Vaters, nämlich "Judgement Day" (Le Grand pardon II, 1992) mit von der Partie. Es folgte dann noch ein weiterer Film, in dem er als Darsteller mitwirkte, der aber nicht unter der Regie seines Vaters entstand, nämlich "Waffenbrüder - Brothers in Arms".

Seine erste Regiearbeit erschien 1997, es handelt sich dabei um den Kurzfilm "Over the Rainbow" , der aber bei uns doch eher unbekannt ist. Auch mit seinen beiden nächsten Filmen "Furia" von 1999 und "Break of Dawn" (2002) stellte sich noch nicht der erwünschte und erhoffte Erfolg ein, auch wenn letzterer Titel bei den Fans doch schon eher bekannt ist und auch relativ gut ankam.

Doch seinen richtigen internationalen Durchbruch erreichte er erst mit dem 2003 erschienenen französischen Horrorfilm "High Tension" (Haute tension). Der Film schlug ein wie eine Bombe und hat in Fankreisen schon längst einen Kultstatus erworben. Trotz des hohen Härtegrades erhielt der Film in Frankreich eine 16 er Freigabe, bei uns in Deutschland kam der Film noch nicht einmal in die Kinos, da die FSK dem Film in allen vorgelegten Versionen die Freigabe verweigerte. So mußte man bei uns bis zum Dezember 2004 warten, als der Film in einer geschnittenen Verleihfassung seine sogenannte Videopremiere hatte. Leider sind beide in Deutschland erhältlichen DVD-Veröffentlichungen geschnitten, wenn man den Film ungeschnitten genießen möchte, muß man sich den Film über das Ausland besorgen.

Mit "High Tension" ist es Aja gelungen, eine intelligente und sehr überraschende Story mit sehr viel Spannung, einer extrem beklemmenden und bedrohlichen Atmosphäre und einem hohen Härtegrad zu verbinden, so das im Endeffekt ein wirklich sehr aussergewöhnlicher und toller Horrorfilm entstanden ist, der in Frankreich einen kleinen Boom auslöste und mittlerweile Filme wie "Inside" oder "Frontier(s) folgen ließ.

So kam es, wie es kommen musste, auch Hollywood wurde auf den französischen Regisseur aufmerksam und seine nächste Regiearbeit war logischerweise eine US-Produktion. 2006 erschien das remake zum Wes Craven-Klassiker "The Hills Have Eyes". Nicht wenige Fans behaupten, das dieses Remake sogar um einiges besser ist wie das Original von 1977, aber das ist natürlich Ansichtssache. Jedoch ist es Aja hier definitiv gelungen, ein würdiges Remake zu kreieren, das vor allem durch seine dichte und bedrohliche Grundstimmung zu überzeugen weiss. Im Gegensatz zum Original ist das Remake auch um einiges härter geraten, ohne dabei jedoch in eine Orgie aus Blut und Gewalt auszuarten.

2008 erschien dann seine zweite Us-Regiearbeit mit dem Titel "Mirrors". Entgegen vieler vor allem im Internet kursierenden Gerüchte handelt es sich bei diesem Film aber nicht um ein Remake des asiatischen Gruselfilms "Into the Mirror" von 2003. Dieses gerücht entstand hauptsächlich deswegen, weil Ajas Film als Arbeitstitel auch "Into the Mirror" hieß. Der Film lief am 30. Oktober in den deutschen Kinos an und kam auch bei den Fans recht gut an. Ich persönlich kann leider noch nichts zu dem Film sagen, da ich ihn selbst noch nicht gesehen habe.

2009 soll jetzt das 3 D Remake des Tierhorror-Klassikers "Piranha" erscheinen, man darf jetzt schon sehr gespannt sein, was Aja sich hat einfallen lassen, um den Zuschauer für sein neuestes Werk zu begeistern. Neben seine Regiearbeiten ist Aja nebenbei auch noch für das drehbuch des Psycho / Thrillers "P2 - Schreie im Parkhaus" verantwortlich, der 2007 erschien und der ein sehr spannendes Gänsehaut-Erlebnis für den Betrachter darbietet.

Erwähnenswert ist auch sicherlich, das Aja 2004 vom amerikanischen Magazin "Variety" unter die 10 besten Regisseure gewählt wurde. Ich glaube, das es nicht übertrieben ist, wenn man Alexandre Aja neben Rob Zombie zu den hoffnungsvollsten Regisseuren des Horrorfilms zählt, denn hier ist sicherlich jede Menge Potential vorhanden, das uns Fans in den nächsten Jahren hoffentlich noch viele tolle Horrorfilme bescheren wird.











Rob Zombie, der mit bürgerlichem Namen Robert Bartleh Cummings heisst, wurde am 12. Januar 1965 in Haverhill, Massachusetts geboren.

Bevor Zombie als Film-Regisseur aktiv wurde, war er schon mehrere Jahre als Rock- Musiker bekannt.

Als er 1985 nach New York umzog, wurde er Frontman und Sänger der Band "White Zombie, die diesen Namen vom gleichnamigen Horrorfilm-Klassiker mit Bela Lugosi übernahm.

Die Musikrichtung ist dem Industrial Metal zuzuordnen und vereinigt gängige Gitarrenakkorde mit elektronischen Einflüssen. Zombies Liebe zum Horrorfilm macht sich allein schon dadurch bemerkbar, das seine Texte zumeist Motive aus dem Horror-Genre beinhalten.

Nebenbei jobbte Zombie damals auch noch bei einem Pornomagazin, eine Kinder-TV-Produktion und zusätzlich auch noch als Fahrradkurier. Mit einer Ausnahme ("Thunderkiss 65") führte er bei den Videoclips seiner Band auch immer selbst Regie. Nachdem Rob Zombie ab 1994 schon einige Solo-Projekte startete, wie zum Beispiel die Komposition zu dem Film Private Parts, trat er ab 1996 endgültig nur noch als Solist auf.

Am 31. Oktober heiratete er seine Sheri Moon Zombie, die vorher schon öfter als Cover-Girl seine Alben zierte und auch in mehreren Video-Clips mitspielte.

Im Jahr 2003 erschien dann sein erster Film "Haus der 1000 Leichen", bei dem er nicht nur für die Regie, sondern auch für das Drehbuch und die Musik verantwortlich zeichnet. Der Film fand vor allem bei dem Fans sehr großen Anklang und avancierte in sehr kurzer Zeit zu einem kleinen Kultfilm. Zombie hat hier eine gelungene Mischung aus Road-Movie und Horrorfilm geschaffen und dabei so herrlich durchgeknallt ist, das es einfach nur Spaß macht, sich diesen Film anzusehen. Erzählt wird hier die Geschichte der vollkommen abgedrehten Familie Firefly, in der Zombies Ehefrau Sheri übrigens die Tochter "Baby" spielt. Die Familie mordet lustig vor sich hin, und das auf ziemlich harte Art und Weise. Besonders gelungen ist hier die Atmosphäre des Films, die wie auch in seinen weiteren Filmen sehr schmutzig und teilweise sehr beklemmend wirkt. Durch das teilweise vollkommen abgedrehte Verhalten der Charaktere möchte ich sogar behaupten, das bei manchen Zuschauern sogar ein Gefühl der Verstörung ausgelöst werden kann.

Als 2005 sein zweiter Film "The Devil' Rejects" erschien, der die Geschichte der Familie Firefly weitererzählt und bei dem Zombie wieder für Regie, Drehbuch und Musik verantwortlich war, wurde eine Figur des Films spätestens zu einer neuen Kult-Ikone und zwar "Cpt. Spaulding", das Oberhaupt der Familie, dessen Markenzeichen es ist, sich sein Gesicht wie ein Clown zu schminken. Bei den Fans kam gerade diese Figur extrem gut an. Gespielt wurde das durchgeknallte Oberhaupt von Sid Haig, dessen darstellerische Leistung einfach nur brillant ist. Auch Sheri Moon Zombie spielte in dieser Fortsetzung wieder die sehr hübsche, aber leider vollkommen verkorkste Baby Firefly, die mit ihrer Familie wieder einmal reichlich Ernte hält und mehrere Leute um ihr Leben bringt. Auch in diesem Film ist es Rob Zombie wieder gelungen, den tollen Mix aus Road-Movie und Horrorfilm mit einer sehr dichten, bedrohlichen und auch schmutzigen Atmosphäre zu versehen, was dem Film seine ganz eigene Note verleiht.

Im Jahr 2007 erschien dann sein bis jetzt wohl größtes und spektakulärstes Projekt, denn Zombie hatte eine Neu-Interpretation des Carpenter-Klassikers "Halloween" geschaffen, bei dem er diesmal für Regie und Drehbuch verantwortlich zeichnete. Es gab wohl nicht viele Film, die in den letzten Jahren vor allem von den Fans so sehnsüchtig erwartet wurden, wie dieser. Zombies Version basiert auf dem Original-Drehbuch von Carpenter und Debra Hill, Doch in dieser neuen Version des Klassikers von 1978 hat Zombie eine vollkommen neue Vorgeschichte eingebaut, die sich damit beschäftigt, warum Michael Myers zum Killer wurde. Es werden Eindrücke des Familienlebens gezeigt und Michael ist auf einmal nicht mehr das personifizierte Böse, sondern bekommt ein Gesicht und vor allem menschliche Züge.

Das ist mit Sicherheit der Hauptgrund dafür, warum der Film auch nicht bei allen Fans ungeteilte Begeisterungsstürme auslöste, sondern auch teilweise sehr negative Kritik. Einige bejubeln die Idee der Vorgeschichte, andere verteufeln sie. Dennoch ist Rob Zombies Halloween ein absoluter Kassenschlager geworden und es ist ja auch ein recht guter Film, auch wenn er meiner Meinung nach nicht an das Original herankommt.

Neben den 3 Filmen, die er bisher gedreht hat, war Zombie zusätzlich noch für einen der Fake-Trailer bei Grindhouse verantwortlich, nämlich für Werewolf Women of the SS.

Abschließend kann man sagen, das Rob Zombie ein vor allem bei den Fans sehr beliebter Regisseur ist, von dem man hoffentlich noch viele gute Filme zu sehen bekommt.









Peter Jackson wurde am 31. Oktober 1961 (Halloween, sic!) in Pukerua Bay (Neuseeland) geboren und er ist der erfolgreichste Filmregisseur, -Produzent und Autor seines Landes.

Seit 1987 ist er mit Fran Walsh verheiratet, die genau wie er ein großer Filmfan ist und seitdem auch bei fast allen seinen Produktionen als Drehbuchautorin oder Co-Produzentin mitwirkt.

Schon in frühester Jugend beginnt Jackson, mit einer geschenkten Super-8-Kamera zu experimentieren.

Nachdem er das erste Mal den Klassiker "King Kong und die weiße Frau" gesehen hat, wird sein Interesse an Filmen noch größer und er träumt davon, später einmal Spezialeffekte zu machen.

Mit seinem besten Freund Pete O'Herne produziert er die Filme "Ponty Mython", der eine Parodie auf "Monty Python's Flying Gircus" darstellt und "Planet of the Peters", einen Film über den zweiten Weltkrieg. Für diesen Film hat er sogar seinen heimischen Garten mit Schützengräben durchzogen. 1976 entstand dann der Kurzfilm "The Valley", der für einen Wettbewerb hergestellt wurde, aber leider keinen Preis gewann. 1978, im Alter von 17 Jahren, brach er dann die Schule ab, um in der Filmbranche Fuß zu fassen, blieb aber zuerst erfolglos.

Im Jahr 1987 erschien dann sein erster richtiger Spielfilm "Bad Taste", der eine Produktionszeit von 4 Jahren beansprucht hatte, da er eigentlich als Kurzfilm geplant war, die Story aber eine große Enrwicklung durchmachte, bis das Endprodukt dann endlich fertig war. Dieser neuseeländische Independent-Streifen wird heutzutage als Anfang des Fun /Splatter angesehen und genießt mittlerweile absoluten Kultstatus. Sämtliche Charaktere des Films wurden mit Freunden und Bekannten von Jackson besetzt und auch Jackson selbst ließ es sich nicht nehmen, eine Doppelrolle zu spielen. Insgesamt hat "Bad Taste" 16 Fantasy-und Science-Fiction-Preise gewonnen, unter anderem auch bei den Filmfestspielen in Cannes.

Danach dreht er für das Fernsehen, oder wirkt bei Spezialeefekten für einige Produktionen mit. !989 erschien dann sein zweiter Spielfilm "Meet the Feebles", mit dem er wieder etwas sehr Aussergewöhnliches geschaffen hat, denn bei diesem Film handelt es sich um einen reinen Puppenfilm. Von vielen Leuten wird dieses Werk auch als "Muppet-Show" für Erwachsene bezeichnet. Der Film erregte sehr viel Aufsehen in der Öffentlichkeit und wurde daraufhin auch als "nicht jugendfrei" eingestuft.

1992 erschien dann mit "Braindead" der wohl beste, blutigste und bekannteste Fun / Splatter überhaupt, war "Bad Taste" der Beginn dieser Art von Filmen, so hat Jackson mit diesem Werk den Fun / Splatter perfektioniert. Es gibt wohl keinen anderen Film, in dem die Mixtur aus Splatter-und Humor so perfekt dargestellt wird, wie in diesem. Auch dieser Film hat längst einen riesigen Kultstatus errungen und ist als Genrefilm nicht mehr wegzudenken. Trotz des hohen, humorigen Anteils blieb es leider trotzdem nicht aus, das der Film in der ungeschnittenen Fassung bei uns in Deutschland nach § 131 StGB bundesweit beschlagnahmt wurde. Bei diesem Film merkt man auch eine ziemlich starke Anlehnung an Vorbilder wie Sam Raimi und George A. Romero, aber auch Buster Keaton und Monty Python.

Seinen internationalen Durchbruch schaffte er dann 1994 mit dem Drama "Heavenly Creatures", der auf einer wahren Begebenheit beruht. Für diesen Film erhielt Jackson den silbernen Löwen von Venedig und der Film bekam eine Oscar-Nominierung für das beste Drehbuch. Dann kam das Jahr 1996, in dem ihm auch sein Durchbruch in Hollywood gelang und zwar mit seinem Film "The Frighteners". Zwar ruft dieser Film durch sein kompliziertes Drehbuch und die schrillen, unglaubwürdigen Charaktere oft zwiegespaltene Empfindungen bei den Fans hervor, jedoch ist es Jackson trotzdem gelungen, hier eine interessante Mischung aus Geisterfilm, Komödie und Abenteuer zu schaffen, die den Bogen zwischen seinen frühen Horrorwerken und seiner Mainstreamzeit schlägt.

Im Jahr 1997 war es dann soweit, die Vorbereitungen für das bisher größte Filmprojekt aller Zeiten begannen, denn Peter Jackson machte sich daran, das Fantasy-Epos "Der Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien zu verfilmen. Jackson verfilmte das Buch als Trilogie, wobei alle 3 Teile am Stück gedreht wurden. Als Schauplätze dienten verschiedene Drehorte in seiner Heimat Neuseeland. In 3 aufeinanderfolgenden Jahren kamen die einzelnen Teile dann immer kurz vor Weihnachten in die Kinos und zwar 2001 "Die Gefährten", 2002 "Die zwei Türme" und 2003 "Die Rückkehr des Königs. Diese Trilogie ist wohl einer der größten Meilensteine in der Filmgeschichte und wird auch so schnell nicht zu toppen sein und Jackson hat sich damit wohl auch ein eigenes Denkmal gesetzt.

Insgesamt erhielt die Trilogie 30 Oscar-Nominierungen, bei denen letztendlich insgesamt 17 Oscars heraussprangen. Allein der dritte Teil erhielt alle 11 Oscars, für die er nominiert war, darunter auch den Preis für den besten Film und die beste Regie. Somit war "Die Rückkehr des Königs" auch der erste Fantasy-Film überhaupt, der den Oscar als bester Film gewann. Durch diese Trilogie wurde Jackson praktisch über Nacht zu einem der bekanntesten Filmregisseure aller Zeiten, wobei er vorher oft als neuseeländischer Regisseur von Horrorfilmen etwas belächelt wurde.

Somit war auch der Weg für ihn frei, sich einem Jugendtraum zu widmen, nämlich einem Remake des 1933 er Klassikers "King Kong". Mit dieser Produktion schuf er eine sehr aufwendige und mit erstklassigen Effekten ausgestattete Neuauflage des Films, doch blieb "King Kong" (2005), obwohl er an den Kinokassen Millionen einspielte, doch hinter den recht hohen Erwartungen zurück. Als nächste Projekte kommen 2009 zunächst die Verfilmung des Bestsellerromans von Alice Seibold "The Lovely Bones" (In meinem Himmel), in der Rachel Weisz und Mark Wahlberg die Hauptrollen spielen und dann werden er und seine Frau als ausführende Produzenten bei der Verfilmung von Tolkiens "Der kleine Hobbit" sein, bei dem allerdings Guillermo del Toro Regie führen wird. Der Film wird aller Vorraussicht nach als Zweiteiler gedreht werden und zwar in Kooperation von New Line Cinema und Metro-Goldwyn-Mayer.